400 ppm dauerhaft gerissen

400 ppm… und schon wieder Klimawandel. Ich kann es uns nicht ersparen, denn die Anzeichen häufen sich und lassen einen sehr bedrohlichen Trend erkennen. Hatten wir gerade die Meldung vom 16. wärmsten Monat infolge (globale Durchschnittstemperatur), so scheint es nun ein Marke zu werden von der wir viel zu hören bekommen könnten, wenn es die Medien für nötig befinden. Die rede ist von der CO2502-Konzentration und wird in ppm gemessen.Die 400 ppm-Marke wurde nun anscheinend dauerhaft gerissen. Vor der Industrialisierung lag die CO2-Konzentration bei 278 ppm.

Aus den sozialen Netzwerken stammt diese Meldung. Dank an Robert Manoutscherhri

Treibhausgas-Rekord in der Atmosphäre wird Dauerzustand:

Die im Vorjahr erstmals erreichte CO2-Konzentration von 400 ppm wird heuer zum weltweiten Durchschnittswert, wie der heute veröffentlichte Treibhausgasbericht der Weltorganisation für Meteorologie enthüllt.

Zu den Folgen des CO2-Ausstoßes bzw. der einhergehenden globalen Erwärmung zählte laut WMO auch das erneute Auftauchen des Klimaphänomens El Niño. Dadurch verursachte Dürren in tropischen Regionen hätten die Fähigkeit von Wäldern, Pflanzen und Ozeanen zur CO2-Aufnahme verringert. Das solcherart geschwächte „Immunsystem des Planeten“ würde die Negativeffekte des anthropogenen Anteils an der erhöhten Konzentration in der Atmosphäre noch zusätzlich verstärken.

Pressrelease der WMO: http://public.wmo.int/…/globally-averaged-co2-levels-reach-…
Der Treibhausgas Bericht: http://ane4bf-datap1.s3-eu-west-1.amazonaws.com/…/GHG_Bulle…

 

und eine weitere Meldung zum gleichen Thema möchte ich noch zitieren.

Aktuelle Meldung aus scinexx.de vom 28.09.2016

CO2: 400 ppm sind das neue Normal

Kohlendioxidwerte unterschreiten selbst im Jahrestiefpunkt den Schwellenwert nicht mehr

Der September 2016 setzt einen weiteren Rekord: Auch in diesem Monat liegen die globalen CO2-Werte über 400 ppm – obwohl jetzt der jährliche Tiefpunkt erreicht ist. Damit hat die Treibhaus-Konzentration zum ersten Mal seit Beginn der Messungen selbst am jährlichen Minimum diesen Schwellenwert nicht mehr unterschritten. Wir leben damit nun endgültig in einer Welt mit höheren CO2-Werten als jemals in den letzten Millionen Jahren.

 

2016 ist der globale CO2-Wert erstmals auch am jährlichen Tiefpunkt nicht mehr unter 400 ppm gesunken.

2016 ist der globale CO2-Wert erstmals auch am jährlichen Tiefpunkt nicht mehr unter 400 ppm gesunken. © NASA

Höchstes Minimum seit Messbeginn

Das Jahr 2016 hat schon von Beginn an negative Rekorde in puncto Klima gesetzt: Das Frühjahr war das wärmste der Geschichte, Extremwetter häuften sich und jeder einzelne Monat in diesem Jahr ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mitte September erreichte das arktische Meereis zudem die zweitgeringste je gemessene Ausdehnung.

Zu dieser unrühmlichen Reihe gesellt sich jetzt ein weiterer besorgniserregender Meilenstein des Klimawandels: Zum ersten Mal seit Beginn der Messungen ist der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre auch im September nicht unter den Wert von 400 parts per million (ppm) gesunken. Das belegen Messungen des Mauna Loa Observatoriums und des Global Greenhouse Gas Reference Network.

Das Besondere daran: Normalerweise sorgt das Pflanzenwachstum im Frühjahr und Sommer dafür, dass die atmosphärischen CO2-Werte im Sommer stark zurückgehen und im September ihr jährliches Tief erreichen. Dieses Minimum lag seit Beginn der Messungen immer unter dem Meilenstein von 400 ppm – selbst im letzten Jahr, als die jährlichen Maximalwerte im März erstmals die Marke von 400 ppm überschritten.

2016 lag erstmals dauerhaft über 400 ppm

Rot: Schwankungen der monatlichen CO2-Werte im Verlauf der letzten Jahre, schwarz: Jahresdurchschnittswerte der globalen atmosphärischen CO2-Konzentration. © NOAA/ESRL

In diesem September jedoch lag auch das jährliche CO2-Minimum erstmals über diesem Schwellenwert: Das Observatorium von Mauna Loa auf Hawaii gibt den momentanen CO2-Wert mit 400,91 ppm an, vor einem Jahr lag er noch bei 397,31 ppm. Vor zehn Jahren bei 378,61 ppm. Insgesamt hat in diesem Jahr kein einziger Monat den Wert von 3400 ppm unterschritten.

Damit leben wir nun endgültig in einer Ära, in der die Treibhausgase dauerhaft höher liegen als jemals zuvor in den letzten Millionen Jahren. Zwar ist die 400 ppm-Mark letztlich nur eine Zahl. Doch sie signalisiert, dass wir durch unsere Treibhausgas-Emissionen das Erdklima in Bereiche treiben, die unsere Vorfahren im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte noch nicht erlebt haben.

„Eine neue Ära“

Und eine Wende ist vorerst nicht absehbar: „Zwar könnte kurze Ausflüge in niedrigere Bereiche möglich sein. Aber wir können schon jetzt sicher davon ausgehen, dass wir in diesem Jahr – oder überhaupt irgendwann in absehbarer Zukunft – keine Monatswerte mehr unter 400 ppm sehen werden“, schreibt Ralph Keeling von der Scripps Institution of Oceanography. Ähnlich sieht es auch der NASA-Klimaforscher Gavin Schmidt: „Meiner Meinung nach werden wir nie mehr einen Monat unter 400 ppm erleben“, schreibt er.

Die Folgen dieser erhöhten Treibhausgas-Werte zeigen sich längst: So sorgt das immer wärmer werdende Mittelmeer bei uns in Mitteleuropa für stärkere Starkregen und mehr Hochwasser, im Pazifik nehmen Super-Taifune zu und die Sommer werden heißer.

(NOAA/NASA, 28.09.2016 – NPO)
 
Lesen sie dazu auch unsere Klimaseite
Veröffentlicht in Allgemein, Klima

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