Geschafft – Weltklimagipfel Paris – COP21

12.12.2015

Am Abend des 12. Dezember wurde von der Versammlung ein Klimaabkommen beschlossen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C im Vergleich zu vorindustriellen Levels vorsieht und das Übereinkommen von Paris genannt wird.

Bildquelle: Tagesschau - AP

CPO21 – Bildquelle: Tagesschau – AP

„Wir haben heute alle zusammen Geschichte geschrieben“

titelt die Frankfurter Allgemeine am 12.12.2015 und sie schreibt weiter: „Die internationale Gemeinschaft hat sich auf einen Weltklimavertrag verständigt. Die Pariser UN-Klimakonferenz nahm am Samstag die Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad an.

Erstmals verpflichtet ein Abkommen alle Staaten zum Kampf gegen die Erderwärmung. Delegierte aus 195 Ländern beschlossen den globalen Vertrag am Samstag zum Abschluss der Weltklimakonferenz in Paris. „Das Abkommen ist angenommen“, sagte Konferenzpräsident Laurent Fabius am Abend unter dem Jubel der Delegierten, nur wenige Minuten, nachdem er das Schlussplenum eröffnet hatte und keine Einwände mehr geäußert worden waren. Bei der Vorstellung des finalen Entwurfs hatte er am Nachmittag sichtlich bewegt um die Zustimmung der Staatenvertreter geworben. Er sprach von einem „Wendepunkt in der Geschichte“. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) äußerte sich nach den zweiwöchigen Verhandlungen „froh und erleichtert“. Das Abkommen sei „anspruchsvoll und wirksam“. Paris sei allerdings nicht das Ende, sondern der Anfang eines langen Weges: „Ich bin zurückhaltend mit großen Worten. Aber heute kann ich sagen: Wir haben hier zusammen Geschichte geschrieben.“ Ziele alle fünf Jahre überprüfen und verschärfen.

Der Vertrag

Der Vertrag tritt 2020 in Kraft und setzt das Ziel, die Erderwärmung auf weit unter zwei Grad Celsius zu begrenzen und die Anstrengungen zu erhöhen, den Temperaturanstieg bereits bei 1,5 Grad Celsius zu stoppen. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollen die Netto-Emissionen auf null gesenkt werden. Anders als das 2020 auslaufende Kyoto-Protokoll schreibt der Vertrag keine bindenden Ziele zur CO2-Reduktion für einzelne Staaten fest. Stattdessen haben 186 Länder freiwillige Selbstverpflichtungen zum Klimaschutz vorgelegt. Laut Vertrag sollen diese selbstgesetzten Ziele alle fünf Jahre überprüft und verschärft werden. Die Industriestaaten sollen konkrete, quantifizierbare Selbstverpflichtungen zur CO2-Minderungen vorlegen, während die übrigen Länder dazu „ermutigt“ werden.“ Zitat Ende – Frankfurter Allgemeine.

In fast allen Zeitungen war es die Hauptmeldung und auch in der Tagesschau.

Von 1995 bis heute hat es insgesamt 21 Klimagipfel gebraucht um zu diesem wichtigen Ergebnis zu kommen. In Wikipedia lesen wir inzwischen zum neuen Abkommen: „Um das gesteckte 1,5°-Ziel erreichen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen weltweit zwischen 2045 und 2060 auf Null zurückgefahren werden und anschließend ein Teil des zuvor emittierten Kohlenstoffdioxids wieder aus der Erdatmosphäre entfernt werden.

Erreichbar ist das gesteckte Ziel zudem nur mit einer sehr konsequenten und sofort begonnenen Klimaschutzpolitik, da sich sonst das Zeitfenster, in dem dies noch realisierbar ist, rasch schließt (Stand 2015). Soll das 1,5°-Ziel ohne Einsatz der CCS-Technik erreicht werden, muss die Verbrennung fossiler Energierträger bis ca. 2040 komplett eingestellt werden und die Energieversorgung – d.h. Strom, Wärme und Verkehr – in diesem Zeitraum vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Weitere Links

Klima-Gipfel: Klimaschutzabkommen fixiert – Eckpunkte im Überblick SALZBURG24.at

Ein neuer Weltklimavertrag – ZEIT-Online

Der Klimagipfel von Paris – naturwelt.org

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Veröffentlicht in Allgemein, Klima

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