Klimaleugner Trump

TrumpDie US-Wahlen sind gelaufen und die USA hat einen neuen Präsidenten. Donald Duck, äh …  ich meine natürlich Donald Trump. Der hatte sich in seinen Wahlkampfreden ja bereits in den verschiedensten Themen völlig vergriffen. Ich will das aber nicht bewerten, das steht mir nicht zu. Da müssen Soziologen ran und auch bei unseren Medien müssten die Politologen und Soziologen mal ran. Die hatten Hillary Clinton noch bis zur letzten Stunde als hohe Favoritin dargestellt, was in den USA durchaus anders gesehen wurde. Dieses eigene Wunschdenken einmal selbstkritisch zu durchleuchten stünde den Medien sehr gut. Aber das ist nicht mein Thema und auch nicht, was Trump nun alles anstellen könnte und wird.

Myron Ebell Klimaleugner

Klimaleugner, Lobbyist und Mitglied in Trumps neuer Manschaft – Myron Ebell. Foto © cei.org

Ich will mich nur auf das Thema „Klimaleugner Trump“ beschränken. Trump hatte sich in seinen Reden eindeutig gegen den Klimaschutz positioniert. Daher verwundert es nicht, dass er sich nun als eine seiner ersten Handlungen direkt nach der Wahl, den Klimaleugner Myron Ebell  als Fachman für Umweltpolitik in sein Übergangsteam geholt hat.

2012 bereits bezeichnete er den Klimawandel als Legende, die von den Chinesen erfunden worden sei, um der amerikanischen Wirtschaft zu schaden. Im Wahlkampf, als er damit konfrontiert wurde, behauptete er zwar, er hätte das nie gesagt, machte aber in Nachrichten auf dem Kurznachrichtendienst Twitter klar, wes Geistes Kind er ist. Der ganze „GLOBAL WARMING bullshit“ sei nur sehr teuer und er sei es leid, diesen „Nonsens“ hören zu müssen. Noch im März kündigte er an, die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA fast komplett abschaffen und aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen.
Hier der Link zur FAZ die hier endlich einmal aufgepasst hat und einen beachtenswerten Artikel veröffentlichte. ….

Myron Ebell

ist der Vorsitzende der „Cooler Heads Coalition“, einer Vereinigung, die wissenschaftliche Beweise für die Klimaerwärmung widerlegen will und arbeitet für das Competitive Enterprise Institute, einen Think Tank, der eine Einschränkung der staatlichen Lenkung propagiert und ebenfalls das Ziel hat, die Klimaerwärmung als unsinnige Theorie zu verunglimpfen. Ebell gibt zwar zu, dass das Klima in den vergangenen Jahren wärmer geworden ist, doch sei das normal und natürlich. Es sei auf jeden Fall etwas, um das man sich „keine Sorgen machen“ müsse. Und falls es den Klimawandel wirklich geben sollte, sei das doch eine gute Sache, schrieb er 2006 in einem Meinungsartikel in „Forbes“. Es sei doch nichts schlimmes daran, dass die Winter milder würden.

Um die Umwelt- und Klimaschutzpolitik Obamas zurückzudrehen, könnte sich Trump kaum einen besseren aussuchen als Ebell. Im vergangenen Jahr sagte der 63 Jahre alte Ebell, das er hoffe, wer immer neuer Präsident werde, werde die Regeln der Umweltschutzbehörde für Kraftwerke und andere Regularien, die „unserer Wirtschaft schaden“, zurücknehmen. Eines der wichtigsten Ziele von Ebell ist es, den Clean Power Plan der Umweltschutzbehörde abzuschaffen. Dieser hatte zum Ziel, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und seine Regularien hätten wahrscheinlich dazu geführt, dass viele Kohlekraftwerke hätten abgeschaltet werden müssen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Organisationen, für die Ebell arbeitet, sowohl von der Kohle- als auch der Erdölindustrie finanziell gefördert werden. …..

In Wikipedia lesen wir zu Myron Ebell:

Myron Ebell ist ein US-amerikanischer Lobbyist. Er arbeitete für verschiedene libertäre bzw. konservative Think Tanks wie z.B. das Competitive Enterprise Institute und wird zu den zentralen Köpfen der organisierten Klimaleugnerszene gezählt.[1] Er besitzt keine naturwissenschaftliche Ausbildung; stattdessen bezeichnet er seine abweichende Meinung bezüglich der globalen Erwärmung als die „Perspektive eines informierten Laien“.[2] Im November 2016 wurde bekannt, dass er die US-Umweltbehörde E.P.A. für den designierten US-Präsidenten Donald Trump nach dessen Plänen umbauen soll.[3] …..

Ebell gilt als einer der wichtigsten [1] und sichtbarsten[3] Klimaleugner der USA. Er ist fachfremd und selbst nicht in der Forschung tätig. Stattdessen zweifelt er ihm missliebige Ergebnisse der Klimaforschung pauschal an bzw. unterstellt Klimaforschern Manipulation der Klimadaten (vgl. Fear, Uncertainty and Doubt).[6] Über die Cooler Heads Coalition und das Competitive Enterprise Institute verbreitet er unter anderem eine Vielzahl an Materialen, in denen die globale Erwärmung geleugnet wird, und hält Pressekonferenzen und Briefings für Kongressabgeordnete ab; zudem hat er eine wichtige Funktion bei der (medialen) Verstärkung der Botschaften klimaskeptischer Wissenschaftler.

Gemeinsam mit Christopher Horner war er zudem eine entscheidende Figur bei der Diffamierung des IPCCs und der Propagierung des Hackerzwischenfall am Klimaforschungszentrum der University of East Anglia als angeblicher Climategate-Skandal.[1] Ebell ist zudem bekannt dafür, immer wieder verbale Attacken auf Klimaforscher zu starten,[1] insbesondere auf James E. Hansen.[2] Den Klimaforscher Kevin Trenberth bezeichnete er als „Mitglied einer Gang“ und warf ihm vor, seit Jahren Klimadaten zu manipulieren.[3]

Gut beraten scheint Trump damit nicht, denn Myron Ebell, wie auch andere Klimaleugner haben ja Auftraggeber, wie wir schon an anderer Stelle berichteten. (Siehe Link) Peabody – größter Kohlekonzern finanziert Klimaleugner.

Marc Morano Klimaleugner

Klimaleugner Marc Morano

Klimaleugner sähen Zweifel und das von berufswegen oder sollte man besser sagen sie lügen und werden dafür bezahlt. Marc Morano ist auch so ein Enflüsterer der ohne eigene wissenschaftliche Ausbildung mehrere unglaublich effektive Manipulationen in den Medien hinbekommen hat. Der Bericht in der Zeit finden Sie über unseren Beitrag „die Klimakrieger sähen im Auftrag Zweifel„. Ein Bericht spannend wie ein Krimi!

Klimaleugner Trump

Dass Donald Trump sich jetzt zu Beginn des 22. Klimagipfels in Marrakesch so provokativ gegen den Klimaschutz stellt, wo doch alle Länder nun endlich zu einem gemeinsamen Entschluss im letzten Jahr in Paris gekommen sind, ist keine gute Werbung für die neue Regierung der USA. Und damit stellt er sich auch gegen eine neue erfreuliche Entwicklung, die bereits in weiten Teilen der Wirtschaft Fuß fasst. Immer mehr Investoren steigen aus den Alten Energien aus. Das eben nicht, weil die Bedrohung des Klimawandels ihre Triebfeder wäre. Sie steigen in Erneuerbare Energien ein, weil sie sich für die eindeutig bessere und langfristig günstigeren Investitionen mit höheren Renditen entscheiden. Damit zeigt Trump von Anfang an ein Unvermögen langfristige wirtschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.

Öl- und Waffen-Lobby

Nicht wundern darf man sich allerdings weil Trump ja selbst fest in der Öl- und Waffen-Lobby verstrickt ist mit vielfältigen Kontakten zu weiteren konservativen Kreisen.  (Siehe Link).   So wird auch ein kurzfristiger Umstieg vieler Anleger auf Rüstungsaktien erklärbar. (Siehe Link). Trotzdem wird Trump um die eigenen Entwicklungen im Land nicht herum kommen. Elektroauto-Hersteller Tesla mit dem PV-Unternehmen Solar-City und auch vielen anderen innovativen Firmen mit tollen Entwicklungen stehen inzwischen als große Player da. Trump kann sie nicht mehr ignorieren.

Die Rahmenbedingungen für einen aufblühenden Photovoltaik-Sektor in den USA haben sich in den vergangenen Jahren stetig gebessert. Insgesamt 31,6 Gigawatt Photovoltaik-Leistung wurden bis zum 2. Quartal 2016 in den USA installiert, aufgeteilt auf 1,1 Millionen private Dachanlagen und diverse kommerzielle Multimegawatt Solarparks. Weitere Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtgröße von 20 Gigawatt sind bereits genehmigt und befinden sich in der Realisierungspipeline.

Diesem Trend wird nun ein Riegel vorgeschoben. Mit Donald Trump haben die US-Amerikaner einen Präsidenten gewählt, der nicht nur den Klimawandel leugnet, sondern auch die Investitionen in erneuerbare Energien drastisch zurückfahren will. Sein engeres Umfeld besteht aus Mitstreitern und Beratern, die ebenso wenig über Energie wissen wie Trump selbst. Das Schlimme: Die konservativen Republikaner stellen nicht nur den neuen Präsidenten, sondern haben auch die Kontrolle im Senat und über alle Institutionen, die für die Gesetzgebung maßgeblich sind. Eine bedingungslose Rückendeckung vom Staat wird die Photovoltaik während der Amtszeit Trumps nicht genießen. Doch was genau bedeutet Trump für die Photovoltaik?

Kleine Hoffnungsschimmer in den USA

Donald Trump kann den Solarausbau in den USA mit Maßnahmen wie der vorzeitigen Beendigung von Steuervergünstigungen (ITC) zwar erheblich beschneiden. Sein Wahlkampfversprechen, die Kohle als Energieträger Nummer 1 wieder signifikant zurück ins Spiel zu bringen, wird er allerdings nicht ohne Weiteres einhalten können. Zu erfolgreich ist die Photovoltaik bereits in US-Bundesstaaten wie Kalifornien, Texas, North Carolina, Utah und New York. Die erfolgreichen Solar-Initiativen auf Bundesebene werden sich aller Voraussicht nach nicht von Trumps Kehrtwende beeinflussen lassen. Darüber hinaus hat die Solarbranche in der Vergangenheit schon anderweitige Steuerkürzungen überlebt. Eine potentielle Beendigung des ITC wird die PV-Branche im besten Fall auch überwinden können.

Der Photovoltaik-Sektor wird eine Präsidentschaft von Donald Trump mit einem blauen Auge überstehen. Grund dafür ist die einfache Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik an sich. Als Beweis dafür ist der Boom im Bundesstaat Texas heranzuführen. Die Netzbetreiber wollen auch ohne Förderung von Seiten der Regierung 13 Gigawatt Photovoltaik-Kapazitäten bis 2030 installieren. Ein Beispiel, dem auch andere Bundesstaaten folgen können. (Siehe Link)

Auch Tesla hat hat keine Angst vor Donald Trump, denn seine Politikvorstellungen werden sich schnell an der Realität abgearbeitet haben. (Siehe Link)

Tesla Motors bleibt auch nach der Wahl von Donald Trump zuversichtlich. Trump sagte in seiner einzigen energiepolitischen Rede, er werde innerhalb von 100 Tagen nach seinem Amtsantritt die Umweltvorschriften, die für die „Zerstörung von Arbeitsplätzen“ verantwortlich seien, aufheben und die Kohleindustrie wiederbeleben. Das klingt wie eine schreckliche Neuigkeit bei den Bestrebungen, das Tempo des Klimawandels zu verlangsamen, aber die Auswirkungen auf den Sektor der erneuerbaren Energie wird begrenzt sein, berichtet Bloomberg. So werden Solar- und Windsubventionen wahrscheinlich auch weiterhin als gesichert gelten. Am Beispiel des E-Autobauers Tesla lässt sich Bloomberg zufolge verdeutlichen, dass es nur wenig zu befürchten gibt.

Was mir bleibt ist die bekannte Anmerkung: Der teuerste Klimaschutz ist Kein-Klimaschutz.

Und einen ganz aktuellen wirklich guten Dokumentarfilm möchte ich Ihnen empfehlen:

Before the Flood mit Leonardo DiCaprio. Der Film wirft einen Blick darauf, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Umwelt hat und was die Gesellschaft tun kann, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu erhalten, aber auch die Ökosysteme und die Gemeinschaften von Urvölkern auf dem ganzen Planeten. DiCaprio ist im Film in fast jeder Szene zu sehen. Er kommt darin mit einigen der weltweit führenden Wissenschaftlern und einflussreichen Führern und Politikern der Welt zusammen, um mit ihnen darüber zu sprechen, was gegen den Klimawandel getan werden könnte. Weltweit erregte dieser Film bereits großes Aufsehen und das nicht zu unrecht.

https://www.youtube.com/watch?v=pwz1svnbit4

Und noch eine Empfehlung muss ich aussprechen: Der Springerverlag, AutoBild und die Welt sind in der Realität angekommen. Ich kann ’s noch gar nicht fassen. Hier die Verleihung des goldenen Lenkrades !

In der Kategorie „Große SUVs“ gewinnt …   na… na ???  Tesla natürlich !!!

http://www.bild.de/auto/auto-news/das-goldene-lenkrad/das-goldene-lenkrad-2016-im-livestream-48661620.bild.html

Sonnige Grüße, Ihr Klaus Müller

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