Klimawandel

Sehr beunruhigend

Wir haben jetzt den 16. Monat infolge, der einen globalen Temperaturrekord für den jeweiligen Monat auf weist.

Den Bericht aus der WAZ finden Sie hier.

 

Prof. Dr. Harald Lesch fordert endlich Konsequenzen

Ein sehr energischer, fast wütender Harald Lesch, so wie wir ihn bisher noch nicht erlebt haben. So sollte er auch in den öffentlich/rechtlichen Sendeanstalten und nicht nur auf dem Parteitag der Grünen sein, was für ihn sicher auch ungewöhnlich ist:  „… Dabei stehen die Gier nach abstrakten Dingen wie Geld und Reichtum einer konkreten Natur gegenüber, die sich beschreiben lässt, mit der wir aber nicht verhandeln können. Genauso unvereinbar ist das Wissen um die Erderwärmung und ihre Gründe mit den Konsequenzen, die wir daraus ziehen. … Die Lage ist echt katastrophal …“. Veröffentlicht am 21.11.2016, ca. 20 min.

Der Klimagipfel von Paris

Der Klimawandel ist das größte Experiment der Menschheit und zugleich ist es die größte Bedrohung, der wir uns je ausgesetzt haben. Wenn es nicht gelingt ihn rechtzeitig zu stoppen wird er unumkehrbar sein. Es gibt aber immer noch Menschen, die den anthropogenen (menschengemachten) Klimawandel leugnen und auch das spiegelt sich immer wieder in den Medien wieder.
97 % aller Klimawissenschaftler allerdings bestätigen, dass die Zunahme von CO2, also der anthropogene Klimawandel, die Ursache der immer schneller fortschreitenden Erderwärmung  ist. Schaffen wir es nicht den Wandel so schnell wie möglich zu stoppen werden wir eine Entwicklung in unvorstellbarem Ausmaß erleben. Das einzige Mittel dieser Bedrohung zu begegnen ist die Energieerzeugung weltweit auf Erneuerbaren Energien umzustellen.
Nach zwanzig erfolglosen Klimagipfeln hat es nun endlich einen Durchbruch gegeben. Der Klimagipfel in Paris Ende 2015 hat endlich eine Antwort auf die drohende Entwicklung gefunden. Damit beschlossen 195 Staaten ein Klimaabkommen, das die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, vorsieht. Um dieses Ziel überhaupt noch erreichen zu können, muss die Welt die Nettotreibhausgasemissionen zwischen 2045 und 2060 auf Null zurückfahren.  Sehr wichtig daran ist, dass vor allem die bisherigen Hauptbremser und Hauptverursacher, China und die USA nun mitmachen.

Weitere Klimaspiralen

Weitere Klimagrafiken – klick hier

Allerdings hat die Bundesregierung nun keinen Grund sich auf dem bisher erreichten auszuruhen. Auch die Medien machten uns bisher glauben wir wären immer noch der Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Energiewende. Das Gegenteil ist leider der Fall, denn seit ca. 5 Jahren bremst sie den Ausbau der Erneuerbaren und macht auch jetzt keine Veranstaltungen ihn zu beschleunigen.

Die Zeiten, in denen Deutschland weltweit zu den Vorreitern beim Thema Klimaschutz gehörte, sind vorerst vorbei. Die Merkel-Regierung streitet über die Instrumente für den Klimaschutzplan 2050. Dabei zeichnet sich längst ab, dass Deutschland auch schon die Ziele, die sich die Regierung für das Jahr 2020 („Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“) gesetzt hat, deutlich verfehlen wird.

Deutscher Klimaschutz  – Vorreiter war einmal

Deutschland gerät beim Kampf gegen die Treibhausgase ins Hintertreffen. Der Klimaschutzplan 2050 der Umweltministerin wird von der Union blockiert. Nicht einmal die Ziele der Bundesregierung bis 2020 werden wohl erreicht.
So lesen wir es ganz aktuell in Spiegel-Online (Siehe Link)

Viele Wissenschaftler sagen inzwischen, beim Ausbautempo der Erneuerbaren in Deutschland werden wir die Dekarbonisierung, so der neue Fachausdruck für die Umstellung auf Erneuerbare, erst in 100 Jahren erreichen. Das ist viel zu spät und widerspricht den eigenen Richtlinien die man beschlossen hat. Inzwischen aber haben wir den 16. Monat infolge (Sept. 2016), der mit einem Temperaturrekord endete. Sonnige Aussichten sagen da nur die Zyniker.


Aktuelle Meldung aus scinexx.de vom 28.09.2016

CO2: 400 ppm sind das neue Normal

Kohlendioxidwerte unterschreiten selbst im Jahrestiefpunkt den Schwellenwert nicht mehr

Der September 2016 setzt einen weiteren Rekord: Auch in diesem Monat liegen die globalen CO2-Werte über 400 ppm – obwohl jetzt der jährliche Tiefpunkt erreicht ist. Damit hat die Treibhaus-Konzentration zum ersten Mal seit Beginn der Messungen selbst am jährlichen Minimum diesen Schwellenwert nicht mehr unterschritten. Wir leben damit nun endgültig in einer Welt mit höheren CO2-Werten als jemals in den letzten Millionen Jahren.

 

2016 ist der globale CO2-Wert erstmals auch am jährlichen Tiefpunkt nicht mehr unter 400 ppm gesunken.

2016 ist der globale CO2-Wert erstmals auch am jährlichen Tiefpunkt nicht mehr unter 400 ppm gesunken. Klick aufs Bild um zum Bericht zu gelangen. – © NASA

Höchstes Minimum seit Messbeginn

Das Jahr 2016 hat schon von Beginn an negative Rekorde in puncto Klima gesetzt: Das Frühjahr war das wärmste der Geschichte, Extremwetter häuften sich und jeder einzelne Monat in diesem Jahr ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mitte September erreichte das arktische Meereis zudem die zweitgeringste je gemessene Ausdehnung.

Zu dieser unrühmlichen Reihe gesellt sich jetzt ein weiterer besorgniserregender Meilenstein des Klimawandels: Zum ersten Mal seit Beginn der Messungen ist der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre auch im September nicht unter den Wert von 400 parts per million (ppm) gesunken. Das belegen Messungen des Mauna Loa Observatoriums und des Global Greenhouse Gas Reference Network.

Das Besondere daran: Normalerweise sorgt das Pflanzenwachstum im Frühjahr und Sommer dafür, dass die atmosphärischen CO2-Werte im Sommer stark zurückgehen und im September ihr jährliches Tief erreichen. Dieses Minimum lag seit Beginn der Messungen immer unter dem Meilenstein von 400 ppm – selbst im letzten Jahr, als die jährlichen Maximalwerte im März erstmals die Marke von 400 ppm überschritten.

2016 lag erstmals dauerhaft über 400 ppm

Rot: Schwankungen der monatlichen CO2-Werte im Verlauf der letzten Jahre, schwarz: Jahresdurchschnittswerte der globalen atmosphärischen CO2-Konzentration. © NOAA/ESRL

In diesem September jedoch lag auch das jährliche CO2-Minimum erstmals über diesem Schwellenwert: Das Observatorium von Mauna Loa auf Hawaii gibt den momentanen CO2-Wert mit 400,91 ppm an, vor einem Jahr lag er noch bei 397,31 ppm. Vor zehn Jahren bei 378,61 ppm. Insgesamt hat in diesem Jahr kein einziger Monat den Wert von 3400 ppm unterschritten.

Damit leben wir nun endgültig in einer Ära, in der die Treibhausgase dauerhaft höher liegen als jemals zuvor in den letzten Millionen Jahren. Zwar ist die 400 ppm-Mark letztlich nur eine Zahl. Doch sie signalisiert, dass wir durch unsere Treibhausgas-Emissionen das Erdklima in Bereiche treiben, die unsere Vorfahren im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte noch nicht erlebt haben.

400 ppm„Eine neue Ära“

Und eine Wende ist vorerst nicht absehbar: „Zwar könnte kurze Ausflüge in niedrigere Bereiche möglich sein. Aber wir können schon jetzt sicher davon ausgehen, dass wir in diesem Jahr – oder überhaupt irgendwann in absehbarer Zukunft – keine Monatswerte mehr unter 400 ppm sehen werden“, schreibt Ralph Keeling von der Scripps Institution of Oceanography. Ähnlich sieht es auch der NASA-Klimaforscher Gavin Schmidt: „Meiner Meinung nach werden wir nie mehr einen Monat unter 400 ppm erleben“, schreibt er.

Die Folgen dieser erhöhten Treibhausgas-Werte zeigen sich längst: So sorgt das immer wärmer werdende Mittelmeer bei uns in Mitteleuropa für stärkere Starkregen und mehr Hochwasser, im Pazifik nehmen Super-Taifune zu und die Sommer werden heißer.

(NOAA/NASA, 28.09.2016 – NPO)
 

Auswirkungen

„Ich habe noch nie so einen warmen, verrückten Winter in der Arktis gesehen“, sagte Mark Serreze, Direktor des National Snow and Ice Data Center. „Die Wärme war unerbittlich.“ Die Lufttemperaturen über dem Arktischen Ozean waren in den Monaten Dezember, Januar und Februar zwei bis sechs Grad höher als im Mittel – in nahezu allen Regionen. Entsprechend gering war die Ausdehnung des Meereises: Sie lag um 1,12 Millionen Quadratkilometer unter dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 von 15,64 Millionen Quadratkilometern. http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/20943-meereisbedeckung-auf-neuem-tief

© Volker Mehner

© Volker Mehner

„Die Klimaexperten und Südpolforscher schlagen Alarm. Das Eis der Antarktis wird den Pinguinen förmlich unter ihren Füßen wegschmelzen. Die Kombination von erhöhten Lufttemperaturen, dem Zustrom wärmeren Wassers und der Einfluss der Schwerkraft lässt die Eismassen im der westlichen Antarktis schneller schmelzen als die Klimaforscher erwartet haben.“

Und so schreibt dann auch die Frankfurter allgemeine in einem großen Artikel vom 31.03.2016:

Forscher warnen vor massiver Eisschmelze


Trotzdem gibt es auch die

Alle Investitionen die wir jetzt gegen den Klimawandel unternehmen werden ein Klacks sein, gegenüber den Kosten die uns erwarten wenn wir nichts tun. Deshalb sollten Sie den nächsten Film anschauen (ca. 11 Min.). Wir sind es unseren Kindern schuldig.

 dafür bekannt, den Konsens der Klimawissenschaftler und damit den menschengemachten Klimawandel zu negieren. Eine Finanzierung von Klimaleugner-Organisationen konnte dem Konzern jedoch erst jetzt nachgewiesen werden, nachdem der Mitte April Konkurs angemeldet hatte.


Darum sind die Ergebnisse vom Klimagipfel in Paris so ungeheuer wichtig.
Insgesamt waren 21 Klimagipfel notwendig, bis sich die Welt endlich auf einen gemeinsamen Klimafahrplan geeinigt hatte. Auch die ewigen großen Bremser China, Indien, die USA  und Saudiarabien gaben ihren Widerstand auf. Um so wichtiger ist es jetzt, dass alle Länder ihre Klimaschutzziele überprüfen und anpassen.
Die Die Tagesthemen widmeten diesem Thema sogar 12 Min.

„Möglicherweise war das wirklich ein großer Schritt für die Menschheit …“, so Tagesschausprecher Thomas Roth.

Gerade Deutschland befindet da auf einem guten Weg, so glauben wir. Aber die neuesten politischen Entwicklungen in der Energiepolitik sprechen leider eine ganz andere Sprache. Wir bräuchten dringend den Ausstieg aus der Kohleverbrennung. Gabriel und sein Wirtschaftsministerium mauern immer weiter und täuschen gleichzeitig eine fortschrittliche Klimapolitik vor.
Dazu ein wichtiger Artikel von Volker Quaschning: APRÈS PARIS: TATEN STATT LEERER WORTE

Das kurze Video von Prof. Quaschning erklärt was die Bundesregierung falsch macht.

 


Im Gespräch mit Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher – Was aber bleibet

https://www.youtube.com/watch?v=OV-qkvdQGS0

SOS vom Südpol – Wenn das Eis taut – Planet E

Veröffentlicht am 02.04.2016
Unzählige Risse durchziehen den Eispanzer und wärmeres Meerwasser nagt von unten am Eis. Der Prozess beschleunigt sich, Experten sprechen gar vom „Ground Zero des globalen Klimawandels“.

ZDF SOS vom Südpol

 

Harald Lesch erklärt den Klimawandel

 Klimagerechtigkeit: Der Kampf zwischen Arm und Reich

Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung sind für die Hälfte aller Emissionen verantwortlich. Dagegen emittieren die ärmsten 50 Prozent nur ein Zehntel aller Treibhausgase. Die extreme ökonomische Ungleichheit auf der Welt und die Klimafrage lassen sich nur gemeinsam lösen – oder gar nicht, so Tim Gore von Oxfam. Es sind die reichsten zehn Prozent, deren Fußabdruck dramatisch schrumpfen muss, so der renommierte Klimawissenschaftler Kevin Anderson. Bereits jetzt sterben laut WHO bereits 150.000 Menschen im Jahr durch klimabedingte Dürren, Überschwemmungen, Stürme und Erkrankungen. Bei fortschreitender Erwärmung drohen Kipppunkte im Klimasystem überschritten zu werden, etwa wenn die nordischen Permafrostböden schmelzen und gewaltige Mengen des Treibhausgases Methan freisetzen. Um eine Chance zu haben, unter zwei Grad zu bleiben, müssen die Industrienationen ihre Emissionen um 80 Prozent bis 2030 senken – statt um 40 Prozent, wie von der EU angeboten.



 

Greenpeace: Über Klimawandel & Energiewende

 

Arte Doku: Unbekannte neue Phänomene Klimawandel

 

WDR Doku: Klimawandel: Auswirkungen für Mensch und Natur

 

 

Vortrag von Dr. Herrmann Ott zum Thema „Klimaflucht“ am 28.4.2016



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Klimaleugner – Klimaskeptiker