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#KreditgarantienSolar – Machen wir es einfach

Last Updated 9. Oktober 2022

#KreditgarantienSolar – Der fehlende Baustein.

#KreditgarantienSolar – Machen wir es einfach.

Was, oder welche Dinge braucht es denn für eine erfolgreiche Energiewende? Energiewendefreunde finden immer neue Antworten, aber sind es die richtigen? Längst sind wir nicht da angekommen, wo wir sein müssten und viele meinen, es wäre doch längst geklärt, wie das mit der Energiewende ginge. Technisch ist es auch geklärt, nur das ist eben nicht bekannt. Die jetzigen öffentlichen Diskussionen haben gezeigt, wir sind mit den eigenen Botschaften überhaupt nicht durchgedrungen und Medienschaffende meinen es gäbe noch technische Probleme, aber wir hätten jetzt eine Zeitenwende, da ist keine Zeit für Klimaschutz und Energiewende. Diese Zeitenwende hätte, mit Klimaschutz und Energiewende sowieso eher weniger zu tun und läge noch in weiter Ferne, denn wenn, dann müsse man das Thema technologieoffen und nicht ideologisch diskutieren. Denn bei der Energiewende ist doch immer noch zu bedenken, dass Wind und Sonne niemals für eine sichere Energieversorgung sorgen könnten. Und damit ist dann auch schon die Begründung für die Forderung nach einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke da.
Die ist bei allem, was wir wissen, aber unsinnig. Sie führt uns in die falsche Richtung und beschleunigt die Energiewende nicht.
Eigentlich muss man glauben, das einzige, was Journalisten fehlerfrei beherrschen, ist die Rechtschreibung. Die Fächer Physik und Mathematik haben sie während der Schulzeit aber alle abgewählt, so schnell wie es ging.

Und so befinden wir uns nun in einer Situation, wo Volker Quaschning in seinem neuen Beitrag im Grunde genommen von ganz vorne anfängt und technische Nachhilfe in Sachen Energiewende gibt, und die müssten gerade auch Journalisten in Anspruch nehmen, nur das tun sie eben nicht. Ein Großteil wird weiter mit den bekannten Vorurteilen arbeiten und damit werden wir auf der Stelle verharren. Diese Vorurteile hatten auch Politiker bereits vor 30 Jahren und auch bei vielen von denen hat sich das kaum geändert.

Selbstverständlich brauchen Erneuerbare Energien auch Speicher und wie das geht, könnten sie bei ihm lernen. Sie müssten aber noch viel mehr als die Technik der Energiewende lernen und verstehen. Es gibt den wesentlich bedeutenderen Bereich, der etwas mit Soziologie, Disruption und der Veränderung oder Abschaffung eines kompletten Wirtschaftsbereiches und der Partizipation aller Menschen an der Energiewende zu tun hat, wie Hermann Scheer in seinem Buch, der Energethische Imperativ, schrieb. Die Energiewende ist etwas ganz anderes, als man sich hinlänglich vorstellt und greift viel tiefer in das ein, was wir als Energiewirtschaft kennen.

Dazu Hermann Scheer: “Ein Strukturwandel ohne Verlierer und Gewinner ist undenkbar. Verlierer werden unweigerlich die Anbieter der konventionellen Energien sein – in welchem Ausmaß das der Fall ist, hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich an Haupt und Gliedern umzustrukturieren, sich mit drastisch sinkenden Marktanteilen abzufinden und neue Tätigkeitsfelder für sich zu finden, die KEINE ENERGIEWIRTSCHAFTLICHEN mehr sein werden.” Zitat Ende.

Wer nun glaubt, wir befänden uns bereits in diesem Strukturwandel, Hermann Scheer hat ihn auch als #Energiesystemkonflikt beschrieben, der sieht sich getäuscht. Würde man der Energiewende eine Note für ihre Performanz geben müssen, so wäre das in technisch theoretischer Hinsicht eine Eins und in der Umsetzung eine Fünf minus. Der Weg der Energiewende ist mit einem Verhau von Vorschriften und Regularien zugepflastert worden, der am Ende der Verhinderung, Erschwerung und Bremsung diente und nicht der Umsetzung. Es braucht also ein radikales Umdenken und ebenso radikale neue Ansätze. Einer davon ist das #EnergySharing, die sofortige Umsetzung einer Forderung der EU. Zitat Wikipedia: “Energy Sharing (Energieteilung) ist ein lokales und partizipatives Energiekonzept. Mit Energy Sharing wird ein neuer Marktrahmen geschaffen, mit dem Mitglieder von Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften ihren gemeinschaftlich erzeugten Ökostrom unter bestimmten Voraussetzungen über das regionale Verteilnetz vergünstigt nutzen können. Für das Konzept des Energy Sharing existiert eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2018.”

#KreditgarantienSolar – Machen ist wie WOLLEN, nur KRASSER.

Hier kommt nun der nächste Umsetzungsvorschlag. #KreditgarantienSolar – Machen wir es einfach. Vorweg einige wichtige Erkenntnisse. Die Förderung Erneuerbarer Energien ist bereits in der Phase angelangt, wo die Förderung, um die Preise für diese Technik zu senken, nicht mehr nötig ist. Die Preise sind so weit gesunken, dass einer Umsetzung nichts mehr im Wege steht, bis auf eine Kleinigkeit und darum geht es jetzt, und zwar am Beispiel der Solarenergie, das sich aber ebenso bei der Windenergie umsetzen lässt. Im Grunde genommen ist es nur noch Kleingeld, dass man zum Bau eine Solaranlage auf das eigene Dach aufbringen muss. Aber immerhin muss einem dieses “Kleingeld” auch zur Verfügung stehen. In der jetzigen Situation bei unglaublich stark gestiegenen Lebenshaltungskosten ist das ein sehr großes Problem. Und hier kommt jetzt ein Vorschlag von Energiewende-Rocken, der einen außerordentlichen Charme besitzt, denn er kostet nichts und muss einfach nur umgesetzt werden. Da wo Hausbesitzer früher einmal sehr viel Geld in die Hand nehmen mussten, um sich eine Solaranlage anzuschaffen, da ist heute etwa nur noch 1/10 notwendig. Die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall und mit der eingesparten Energiemenge macht sich die Anlage über die Jahre nicht nur selbst bezahlt, sie erwirtschaftet sogar viel mehr Geld als sie kosten würde. Diesen Vorteil muss man nutzen, auch wenn man die nötige Summe nicht besitzt und kann sogar erforderliche Kreditzinsen damit auch abdecken, ohne dass sich der Gewinn dadurch wesentlich schmälern würde. Aber Banken verlangen Kreditgarantien und in den meisten Fällen bedeutet das eine Eintragung im Grundbuch. Damit ist die Bank Mitbesitzer der Immobilie. Das bräuchte es aber nicht, wenn jemand anders diese Kreditgarantie übernimmt und das ist bei der neuen Idee der Staat, der ein sehr gut überschaubares Risiko übernehmen würde.

Im Einzelfall müsste der Staat, wenn die Zahlung der Kreditraten ausbleibt, tatsächlich einspringen. In der Masse aber ist dieses Risiko sehr gering, denn dieser Fall würde sehr selten eintreten, aber das Ganze hätte weitere tolle Vorteile. Mit diesen Garantien ergäbe sich ein schlagartig einsetzender Boom, in der Solarbranche. Man bekäme ein einzigartiges Wachstum in der Branche, die ja mutwillig zerstört wurde, wir berichteten hier, hier und hier.
Nun könnte ich mir vorstellen, einige würden das als ein Experiment mit unbestimmtem Ausgang bezeichnen. Aber es ist kein Experiment, diese Vorgehensweise gab es bereits, und das auch im Bereich Solarenergie, und zwar in China. Dort hat die Regierung diese Kreditgarantien eingesetzt, um die Solarindustrie überhaupt aufzubauen. Betriebe, die im Bereich Photovoltaik eingestiegen waren oder einsteigen wollten, erhielten diese Garantien, und mussten sich das Geld aber von den Banken besorgen. Dieses “Experiment” ist absolut positiv ausgegangen und nun ist China Weltmeister in der Herstellung von Solartechnik.

Das ganze sollten wir nachmachen und nicht nur für den Bau von Solar- und Windanlagen nutzen, sondern auch für den Bau von Solarfabriken in Deutschland. Es ließen sich sicherlich noch weitere Einsatzfelder finden. Hier ist ein Artikel über Eicke Weber, den langjährigen Leiter des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme (ISE), mit dem ich telefoniert hatte und der genau über dieses Vorhaben berichtet hatte, die Solarindustrie nach Deutschland zurückzuholen.

Fazit, tun wir es einfach, und nutzen diese Chance, denn es ist der fehlende Stein für ein Gelingen der Energiewende.

 

Sonnige Grüße
Euer Klaus Müller
Energiewende-Rocken


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