Klimaleugner – Klimaskeptiker

Die Frage, ist der Klimawandel tatsächlich von uns Menschen verursacht, steht immer wieder zur Debatte. Die USA mit ihrem neuen Präsidenten Donald Trum und in Deutschland auch die AfD werfen sie gerade wieder neu auf. Das ist kaum verwunderlich, nur wissenschaftlich lassen sich diese Zweifel kaum noch begründen. Tatsächlich sind die Beweise aus wissenschaftlichen Studien sehr erdrückend.

Diese Studien werden immer gegengeprüft (peer-reviewt, englisch von Peer, Gleichrangiger und Review, Gutachten), auch Kreuzgutachten, ist die im Wissenschaftsbetrieb angewandte Spezialform des Peer-reviews. Dabei werden unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen, um die Eignung zur Veröffentlichung zu beurteilen. Peer-Review ist ein wesentliches Element moderner Wissenschaft und dient der Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Publikationen.)

Warum aber haben Klimaskeptiker trotzdem so viel Gewicht? Auf den Seiten Klimafakten.de finden wir eine Antwort.
02.12.2016

„Fake News“: Mehr Klicks für Klimamythen als für seriösen Journalismus

DeSmogBlog

Ein kanadischer Umwelt-Blog hat analysiert, was auf Facebook&Co. im vergangenen halben Jahr der meistverbreitete Text zum Klimawandel war. Ergebnis: ein mehr als windiger Artikel darüber, dass die ganze Erderwärmung ein Scherz sei.

„Fake News“, also als Nachrichten getarnte Falschmeldungen und ihre lawinenhafte Verbreitung in den sogenannten Sozialen Netzwerken sind spätestens seit Donald Trumps Wahlsieg ein großes Thema. Unter dem Begriff versteht man Texte, die im Stil klassischer Nachrichten daherkommen, deren Inhalt aber (oft komplett und absichtlich) erfunden ist – manchmal mit offenbar politischen Zielen, manchmal  eher mit kommerziellen Absichten. Mitte November sorgte eine Untersuchung für Aufsehen, dass im US-Präsidentschaftswahlkampf solche „Schwindel-Meldungen“ auf Facebook & Co. erfolgreicher waren als Nachrichten aus seriös arbeitenden Medien. Für die politische Meinungsbildung und öffentliche Debatten, warnen Kommentatoren, könne das schwerwiegende Folgen haben.

Dass erfundene Nachrichten besonders attraktiv sind, zeigt sich auch beim Thema Klimawandel, berichtet nun das kanadische Online-Magazin DeSmogBlog. Es recherchierte mithilfe der Analyse-Plattform BuzzSumo, welche Texte innerhalb der vergangenen sechs Monate weltweit in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ die weiteste Verbreitung fanden. Das Resultat: Als mit Abstand erfolgreichste „Nachricht“ entpuppte sich eine, die den Klimawandel als Erfindung bezeichnete. Einzige Grundlage für diese „Meldung“ war eine bereits von 1998 stammende Unterschriftensammlung.

Immerhin, auf Platz zwei folgte ein Text aus der renommierten Los Angeles Times. Er handelte davon, dass Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown ungeachtet des Wahlsiegs des bekennenden Klimawandelleugners Trump an seinen Klimaschutzplänen festhalten wolle. Dieser Artikel jedoch kam auf lediglich ein Drittel der Klicks der „Fake News“.

Zweifel streuen und lügen was das Zeug hält

Oftmals kommt man mit der Frage, „qui bono“ oder übersetzt „wem nutzt es“ weiter, wenn man Zweifel an Dingen hat, die man nicht versteht. Beim Thema Klimaleugner – Klimaskeptiker ist die Frage sehr angebracht wie Sie gleich sehen werden.
Die Branche der Klimaleugner hat nach wie vor Hochkonjunktur. Kann man überhaupt von einer Branche der Klimaleugner sprechen? Nun, was bedeutet es wenn einer Branche (in den USA) jedes Jahr ca. 900 Millionen US-Dollar zur Verfügung stehen? Genau, sie wird damit ein Produkt herstellen. In diesem speziellen Fall ist es auch ein spezielles Produkt. Es heißt „Zweifel streuen und lügen was das Zeug hält“.

Hunderte Millionen Dollar werden jährlich von (meist fossilen) Interessengruppen in „Think Tanks“ gepumpt, die mit selbsternannten Experten und Pseudoexpertisen diese Zweifel am menschengemachten Klimawandel schüren. Natürlich zählt auch die Frage qui bono zum Repertoire dieser Thinktanks. Die versuchen natürlich den „Geldschneidern der Solar- und Windindustrie“ einen materiellen Nutzen nachzuweisen und sie so zu diskreditieren. Wer unsere Seiten gelesen hat weiß, dass in Deutschland die Solarenergie fast völlig ausgehebelt und aufgegeben wurde und inzwischen  ca. 80.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche bewusst vernichtet wurden. Wem nutze das denn? Ganz offensichtlich der alten Energiewirtschaft, die die Energiewende komplett ausgebremst hat, damit ihr nicht noch mehr Umsätze wegbrechen. In Deutschland wird inzwischen gut 1/3 des Stromes aus Erneuerbaren Energien hergestellt, damit ist ein Drittel des Umsatzes futsch.

Wem nutzt es?

eigentuemerstruktur-erneuerbareDie Offshore-Windenergie in der Nordsee hatte tatsächlich in den letzten Jahren einen bedeutenden Zuwachs. Sie wurde sogar mit höheren Vergütungen wie die an Land vergütet. Allerdings sind bei den Windparks fast ausschließlich die alten Energieversorger Eigentümer. Wem nutzte das also? Trotz allem sind die vielen Millionen Anlagen zu über 90 Prozent von Bürgern und Bürgerenergiegenossenschaften sowie privaten Kapitaleignern geschaffen worden. Die alten Energieversorger (die großen Vier) tun zwar so, als wenn sie groß in den Erneuerbaren Energien engagiert wären, deren Anteil lag in 2012 aber nur bei ca. 5% Prozent und wird sich kaum verändert haben.

Soziale Medien

Mit Klimaleugnern – Klimaskeptikern setzen sich inzwischen sehr viele Menschen in den sozialen Netzwerken auseinander. Sie sehen sich dabei mit einem Heer von Bloggern, Lobbyisten und Ideologen konfrontiert. Das meistgebrauchte Argument dieser Leute ist natürlich: Solange es die Erde gibt, gibt es den Klimawandel. Daraus folgt für die meisten, „um den Klimawandel brauchen wir uns nicht zu sorgen, da ist gar nichts dran“. In ihrer Zielrichtung geht es aber darum, den anthropogenen, also menschenverursachten Klimawandel aus ganz anderen Gründen anzuzweifeln.

Dahinter verbirgt sich eine Argumentationskette. Die erste Stoßrichtung heißt: Die Energiewende ist sinnlos und viel zu teuer. Der zweite Ansatz: Technisch ist die Energiewende nicht durchführbar, Wind und Sonne sind nicht konstant genug für eine gesicherte Stromversorgung. Wer sich auf eine Diskussion in diesen Gruppen einlässt sollte wissen, dass er es im Hintergrund mit einer finanzstarken Interessengruppe zu tun hat, die ihr Tun sehr gut zu verschleiern versteht. Die liefert immer genügend und geschickt aufbereiteten Argumentationen die selbstverständlich auch mit angeblich wissenschaftlich aufbereiteten Fakten bestückt sind. Dass sich bei den Klimaskeptikern nur wenige Wissenschaftler dafür aber viele Laien betätigen verwundert nicht, denn es ist zu vermuten: Auf den oberen Ebenen fließen auch Gelder. Sehr interessant sind aber die Amateurblogger, die offensichtlich keine direkte Verbindung zu den Lobby-Interessengruppen haben. Sie haben die Pseudoargumente völlig verinnerlicht und schreiben in den sozialen Medien um so vehementer.

Glaubenskrieg?

Dabei sind deren Beweggründe meist sehr durchschaubar. Am meisten werden die hohen Kosten der Energiewende vorgeschoben, die man 1:1 den Erneuerbaren Energien anlastet, begleitet von einer Neidkampagne gegen Solaranlagenbesitzer, die auf Kosten der Niedriglöhner hohe Renditen einstreichen. Oft ist es auch ein Protest gegen ein Windrad das in der Nachbarschaft entstehen soll. Diese Diskussionen arten dann regelmäßig in einen Glaubenskrieg aus. Dann wird immer wieder das Argument einer lobbygesteuerten Schmarozzer-Industrie gezückt, die allein von Zuschüssen lebt ist und dieses Land verarmen lässt. Einsicht, wer die eigentlichen Lobbykräfte sind, die in Deutschland die Energiepolitik steuern, kann hier nicht erwartet werden. Das zeigen die Erfahrungen in den sozialen Medien. Diese Leute sind nicht belehrbar und sich überhaupt nicht bewusst, dass sie sich instrumentalisieren lassen.

Aber die Realität sieht inzwischen anders aus. Was beim Klima noch im vorigen Jahrhundert wissenschaftlich durchaus konträr gesehen wurde ist inzwischen durch viele neue Erkenntnisse so weit untermauert und wird immer genauer belegt, so dass es keine Zweifel mehr gibt. Es gibt den Klimawandel, er ist anthropogen und er beschleunigt sich leider heftiger als es uns recht sein könnte. Auch die Tatsache, dass mit der Förderung der Erneuerbaren Energien, diese nun so gewaltig im Preis gesunken sind, gehört zu einer neuen Realität. Diese brauchen die Konkurrenz zur fossil/atomaren Energieerzeugung nicht mehr zu scheuen aber auch das ist leider noch nicht hinreichend bekannt.

Was sagt die Wissenschaft

Aus gutem Grunde hat die Wissenschaft eine Kultur entwickelt, in der Thesen in fachlichen Publikationen sauber dokumentiert und damit der Nachprüfung und Kritik von Fachkollegen ausgesetzt werden; sie setzen sich erst durch, wenn sie einer solchen Überprüfung standhalten (peer-reviewt – siehe oben).

Fest steht: 97 von 100 Klimaexperten sind sich einig, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen. Damit ist die Kritik der Klimaskeptiker schlichtweg nicht mehr haltbar.

Mehrere unabhängige Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass 97% der Klimawissenschaftler, die aktuell fachlich begutachtete Studien veröffentlichen,darin übereinstimmen, dass die Menschen die globale Erwärmung verursachen.

Zu dieser überwältigenden Übereinstimmung kommt noch folgendes dazu: Die nationalen wissenschaftlichen Akademien weltweit pflichten der durch den Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) zusammengefassten Ansicht bei, dass der Mensch die globale Erwärmung verursacht.

Viel zu schneller Temperaturanstieg

Derzeit liegen die Temperaturen in der Arktis etwa 20° C über dem, was für diese Jahreszeit zu erwarten wäre, was die Wissenschaftler als „off the Charts“ (jenseits von Gut und Böse) bezeichnen. Das Meereis ist auf dem niedrigsten Stand, der je für diese Jahreszeit gemessen wurde. „Die Warnsignale werden immer lauter“, sagt Marcus Carson vom Stockholm Environment Institute, einer der Leitautoren des Berichts. „Diese Entwicklungen verstärken das Potenzial, Kipppunkte und viel größere Rückkopplungsschleifen auszulösen.“ Der am 25.11.2016 vom Stockholm Environment Institute veröffentlichte Arktic Resilience Report stellt verbunden mit einer eindringlichen Warnung fest, dass die Auswirkungen der Arktischen Erwärmung bis in den Indischen Ozean spürbar wären, dass Veränderungen in der Region einen nicht mehr kontrollierbaren Klimawandel auf globaler Ebene verursachen könnten.

Wissenschaftlichen Konsens

Strömungen, die einen wissenschaftlichen Konsens leugnen, haben jedoch immer versucht, Zweifel an der Tatsache zu säen, dass es einen solchen Konsens gibt. Eine der verwendeten Methoden besteht darin, falsche Experten zu Wort kommen zu lassen, die wenig bis gar keine Erfahrung in dem speziellen Wissenschaftsbereich haben.
Die “Oregon-Petition” (OISM Petition Project) behauptet zum Beispiel, dass 31.000 Wissenschaftler dem wissenschaftlichen Konsens zur globalen Erwärmung widersprechen.
99,9% der in der Petition aufgeführten Wissenschaftler, sind jedoch überhaupt keine Klimawissenschaftler. Die Petition kann von jedem unterschrieben werden, der mindestens einen wissenschaftlichen Abschluss hat und wurde unter anderem auch von Ärzten, Ingenieuren und Computerwissenschaftlern unterschrieben.

Überwältigende Mehrheit

Obwohl diese überwältigende Mehrheit der Klimaforscher den anthropogenen Klimawandel für real ansehen und vehement auf die Gefahren hinweisen, tauchen diese verqueren Meinungen der Klimaleugner immer wieder und in letzter Zeit sogar vermehrt auf. Donald Trump, und auch die AfD in Deutschland lassen grüßen. Stoßrichtung sind bei der AfD natürlich die „teuren Erneuerbaren Energien“, die dem kleinen Mann das Geld aus der Tasche ziehen.

Tatsächlich ist das ja auch nicht verwunderlich, denn die Stromkosten sind ja bereits für große Teile der Bevölkerung unverschämt hoch und wie wir wissen. Das müssten sie aber nicht sein. Leider wurden sie künstlich in die Höhe manipuliert, ohne dass wir in den letzten 5 Jahren einen bemerkenswerten Zubau an Erneuerbaren feststellen konnten. Die desolate Situation im sozialen Bereich mit einem ständig wachsenden Niedriglohnsektor und einer verschleierten Massenarbeitslosigkeit und wachsender Armut in Deutschland sind die Gründe für die sogenannte Stromarmut.

Schlecht beraten – Donald Trump und das Klima

TrumpDie US-Wahlen sind gelaufen und die USA hat einen neuen Präsidenten. Donald Duck, äh …  natürlich Donald Trump. Der hatte sich in seinen Wahlkampfreden ja bereits in den verschiedensten Themen völlig vergriffen, aber ich will das nicht bewerten, das steht mir nicht zu. Da müssen Soziologen ran und auch bei unseren Medien müssten die Politologen und Soziologen mal ran. Die hatten Hillary Clinton noch bis zur letzten Stunde als hohe Favoritin dargestellt, was in den USA durchaus anders gesehen wurde. Dieses eigene Wunschdenken einmal selbstkritisch zu durchleuchten stünde den Medien sehr gut. Aber das ist nicht das Thema und auch nicht, was Trump nun alles anstellen könnte und wird.

Myron Ebell Klimaleugner

Klimaleugner, Lobbyist und Mitglied in Trumps neuer Manschaft – Myron Ebell. Foto © cei.org

Das Thema ist, warum leugnet Trump den anthropogen Klimawandel und bezeichnet ihn obendrein auch noch als eine chinesischen Erfindung? Da hatte er sich ja in seinen Wahlkampfreden schon früh und  eindeutig positioniert. Die Antwort kommt von einem Mann den er als eine seiner ersten Handlungen direkt nach der Wahl, als Fachman für Umweltpolitik in sein Übergangsteam geholt hat, Myron Ebell .

Myron Ebel, ein schlechter Berater für Trump

2012 bereits bezeichnete der den Klimawandel als Legende, die von den Chinesen erfunden worden sei, um der amerikanischen Wirtschaft zu schaden. Im Wahlkampf, als er damit konfrontiert wurde, behauptete er zwar, er hätte das nie gesagt, machte aber in Nachrichten auf dem Kurznachrichtendienst Twitter klar, wes Geistes Kind er ist. Der ganze „GLOBAL WARMING bullshit“ sei nur sehr teuer und er sei es leid, diesen „Nonsens“ hören zu müssen. Noch im März kündigte er an, die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA fast komplett abschaffen und aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen.

Hier der Link zur FAZ. Die hat endlich einmal aufgepasst und einen beachtenswerten Artikel veröffentlichte.

„…… Ebell ist der Vorsitzende der „Cooler Heads Coalition“, einer Vereinigung, die wissenschaftliche Beweise für die Klimaerwärmung widerlegen will und arbeitet für das Competitive Enterprise Institute, einen Think Tank, der eine Einschränkung der staatlichen Lenkung propagiert und ebenfalls das Ziel hat, die Klimaerwärmung als unsinnige Theorie zu verunglimpfen. Ebell gibt zwar zu, dass das Klima in den vergangenen Jahren wärmer geworden ist, doch sei das normal und natürlich. Es sei auf jeden Fall etwas, um das man sich „keine Sorgen machen“ müsse. Und falls es den Klimawandel wirklich geben sollte, sei das doch eine gute Sache, schrieb er 2006 in einem Meinungsartikel in „Forbes“. Es sei doch nichts schlimmes daran, dass die Winter milder würden.

Um die Umwelt- und Klimaschutzpolitik Obamas zurückzudrehen, könnte sich Trump kaum einen besseren aussuchen als Ebell. Im vergangenen Jahr sagte der 63 Jahre alte Ebell, das er hoffe, wer immer neuer Präsident werde, werde die Regeln der Umweltschutzbehörde für Kraftwerke und andere Regularien, die „unserer Wirtschaft schaden“, zurücknehmen. Eines der wichtigsten Ziele von Ebell ist es, den Clean Power Plan der Umweltschutzbehörde abzuschaffen. Dieser hatte zum Ziel, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und seine Regularien hätten wahrscheinlich dazu geführt, dass viele Kohlekraftwerke hätten abgeschaltet werden müssen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Organisationen, für die Ebell arbeitet, sowohl von der Kohle- als auch der Erdölindustrie finanziell gefördert werden. …..“

In Wikipedia können wir zu Myron Ebell bereits folgendes lesen:

Myron Ebell ist ein US-amerikanischer Lobbyist. Er arbeitete für verschiedene libertäre bzw. konservative Think Tanks wie z.B. das Competitive Enterprise Institute und wird zu den zentralen Köpfen der organisierten Klimaleugnerszene gezählt.[1] Er besitzt keine naturwissenschaftliche Ausbildung; stattdessen bezeichnet er seine abweichende Meinung bezüglich der globalen Erwärmung als die „Perspektive eines informierten Laien“.[2] Im November 2016 wurde bekannt, dass er die US-Umweltbehörde E.P.A. für den designierten US-Präsidenten Donald Trump nach dessen Plänen umbauen soll.[3] …..

Ebell gilt als einer der wichtigsten   [1] und sichtbarsten[3] Klimaleugner der USA. Er ist fachfremd und selbst nicht in der Forschung tätig. Stattdessen zweifelt er ihm missliebige Ergebnisse der Klimaforschung pauschal an bzw. unterstellt Klimaforschern Manipulation der Klimadaten (vgl. Fear, Uncertainty and Doubt).[6] Über die Cooler Heads Coalition und das Competitive Enterprise Institute verbreitet er unter anderem eine Vielzahl an Materialen, in denen die globale Erwärmung geleugnet wird, und hält Pressekonferenzen und Briefings für Kongressabgeordnete ab; zudem hat er eine wichtige Funktion bei der (medialen) Verstärkung der Botschaften klimaskeptischer Wissenschaftler.

Gemeinsam mit Christopher Horner war er zudem eine entscheidende Figur bei der Diffamierung des IPCCs und der Propagierung des Hackerzwischenfall am Klimaforschungszentrum der University of East Anglia als angeblicher Climategate-Skandal.[1] Ebell ist zudem bekannt dafür, immer wieder verbale Attacken auf Klimaforscher zu starten,[1] insbesondere auf James E. Hansen.[2] Den Klimaforscher Kevin Trenberth bezeichnete er als „Mitglied einer Gang“ und warf ihm vor, seit Jahren Klimadaten zu manipulieren.[3]

Gut beraten scheint Trump damit nicht, denn Myron Ebell, wie auch andere Klimaleugner haben ja Auftraggeber, wie wir schon an anderer Stelle berichteten. (Siehe Link) 

Peabody – größter Kohlekonzern finanziert Klimaleugner.

Marc Morano Klimaleugner

Klimaleugner Marc Morano

Klimaleugner sähen Zweifel und das von berufswegen oder sollte man besser sagen sie lügen und werden dafür bezahlt. Marc Morano ist auch so ein Enflüsterer der ohne eigene wissenschaftliche Ausbildung mehrere unglaublich effektive Manipulationen in den Medien hinbekommen hat. Der Bericht in der Zeit finden Sie über unseren Beitrag „die Klimakrieger sähen im Auftrag Zweifel„. Unter den Klimaleugner-Gruppen, die von den Peabody-Geldspritzen profitierten, sind das sogenannte Zentrum zur Erforschung von Kohlendioxid und globalem Wandel, das die zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen als „Lebenselixier“ bezeichnet, oder die Organisation Amerikaner für Wohlstand, die eine Kampagne gegen CO2-Preise lanciert hatte. Auch Wissenschaftler, die den menschengemachten Klimawandel als nicht bewiesen ansehen, stehen auf der Peabody-Liste, etwa Richard Lindzen und Willie Soon.Ein Bericht spannend wie ein Krimi!

Klimaleugner Trump

Dass Donald Trump sich jetzt zu Beginn des 22. Klimagipfels in Marrakesch so provokativ gegen den Klimaschutz stellt, wo doch alle Länder nun endlich zu einem gemeinsamen Entschluss im letzten Jahr in Paris gekommen sind, ist keine gute Werbung für die neue Regierung der USA. Und damit stellt er sich auch gegen eine neue erfreuliche Entwicklung, die bereits in weiten Teilen der Wirtschaft Fuß fasst. Immer mehr Investoren steigen aus den Alten Energien. Das aber eben nicht, weil die Bedrohung des Klimawandels ihre Triebfeder wäre. Sie steigen in Erneuerbare Energien ein. Die haben eindeutig die bessere und langfristig, günstigere Performence für Investitionen mit höheren Renditen. Damit zeigt Trump von Anfang an ein Unvermögen langfristige wirtschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.

Nicht wundern darf man sich allerdings weil Trump ja selbst fest in der Öl- und Waffen-Lobby verstrickt ist mit vielfältigen Kontakten zu weiteren konservativen Kreisen.  (Siehe Link).   So wird auch ein kurzfristiger Umstieg vieler Anleger auf Rüstungsaktien erklärbar. (Siehe Link). Trotzdem wird Trump um die eigenen Entwicklungen im Land nicht herum kommen. Mit dem eAutohersteller Tesla dem PV-Unternehmen Solar-City und vielen anderen innovativen Firmen mit tollen Entwicklungen stehen inzwischen große Player da. Trump kann sie nicht mehr ignorieren kann.

PV in den USA

Die Rahmenbedingungen für einen aufblühenden Photovoltaik-Sektor in den USA haben sich in den vergangenen Jahren stetig gebessert. Insgesamt 31,6 Gigawatt Photovoltaik-Leistung wurden bis zum 2. Quartal 2016 in den USA installiert, aufgeteilt auf 1,1 Millionen private Dachanlagen und diverse kommerzielle Multimegawatt Solarparks. Weitere Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtgröße von 20 Gigawatt sind bereits genehmigt und befinden sich in der Realisierungspipeline.

Diesem Trend wird nun ein Riegel vorgeschoben. Mit Donald Trump haben die US-Amerikaner einen Präsidenten gewählt, der nicht nur den Klimawandel leugnet, sondern auch die Investitionen in erneuerbare Energien drastisch zurückfahren will. Sein engeres Umfeld besteht aus Mitstreitern und Beratern, die ebenso wenig über Energie wissen wie Trump selbst. Das Schlimme: Die konservativen Republikaner stellen nicht nur den neuen Präsidenten, sondern haben auch die Kontrolle im Senat und über alle Institutionen, die für die Gesetzgebung maßgeblich sind. Eine bedingungslose Rückendeckung vom Staat wird die Photovoltaik während der Amtszeit Trumps nicht genießen. Doch was genau bedeutet Trump für die Photovoltaik?

Kleine Hoffnungsschimmer in den USA

Donald Trump kann den Solarausbau in den USA mit Maßnahmen wie der vorzeitigen Beendigung von Steuervergünstigungen (ITC) zwar erheblich beschneiden. Sein Wahlkampfversprechen, die Kohle als Energieträger Nummer 1 wieder signifikant zurück ins Spiel zu bringen, wird er allerdings nicht ohne Weiteres einhalten können. Zu erfolgreich ist die Photovoltaik bereits in US-Bundesstaaten wie Kalifornien, Texas, North Carolina, Utah und New York. Die erfolgreichen Solar-Initiativen auf Bundesebene werden sich aller Voraussicht nach nicht von Trumps Kehrtwende beeinflussen lassen. Darüber hinaus hat die Solarbranche in der Vergangenheit schon anderweitige Steuerkürzungen überlebt. Eine potentielle Beendigung des ITC wird die PV-Branche im besten Fall auch überwinden können.

Der Photovoltaik-Sektor wird eine Präsidentschaft von Donald Trump mit einem blauen Auge überstehen. Grund dafür ist die einfache Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik an sich. Als Beweis dafür ist der Boom im Bundesstaat Texas heranzuführen. Die Netzbetreiber wollen auch ohne Förderung von Seiten der Regierung 13 Gigawatt Photovoltaik-Kapazitäten bis 2030 installieren. Ein Beispiel, dem auch andere Bundesstaaten folgen können. (Siehe Link)

Auch Tesla hat keine Angst vor Donald Trump,

Trumps Politikvorstellungen werden sich schnell an der Realität abgearbeitet haben. (Siehe Link). Tesla Motors bleibt auch nach der Wahl von Donald Trump zuversichtlich. Trump sagte in seiner einzigen energiepolitischen Rede, er werde innerhalb von 100 Tagen nach seinem Amtsantritt die Umweltvorschriften, die für die „Zerstörung von Arbeitsplätzen“ verantwortlich seien, aufheben und die Kohleindustrie wiederbeleben. Das klingt wie eine schreckliche Neuigkeit bei den Bestrebungen, das Tempo des Klimawandels zu verlangsamen, aber die Auswirkungen auf den Sektor der erneuerbaren Energie wird begrenzt sein, berichtet Bloomberg. So werden Solar- und Windsubventionen wahrscheinlich auch weiterhin als gesichert gelten. Am Beispiel des E-Autobauers Tesla lässt sich Bloomberg zufolge verdeutlichen, dass es nur wenig zu befürchten gibt.

Logisch klingenden Argumente – aber bereits widerlegt

Wer die Behauptungen der Klimaleugner längere Zeit verfolgt sieht sich einer großen unübersichtlichen Anzahl von logisch klingenden Argumenten ausgesetzt. Aber es gibt eine Internetplattform, die die einzelnen Argumente untersucht und sehr umfangreich widerlegt. Das englische Original ist sehr umfangreich aber die deutsche Übersetzung inzwischen auch sehr weit gediehen.
https://skepticalscience.com/argument.php
https://skepticalscience.com/translation.php?lang=6

Warum erwähnen wir das?

Die Klimaskeptiker haben sich bereits sehr gut aufgestellt und sind in vielen Gruppen in den sozialen Netzwerken in Deutschland organisiert. Sie treten in den sozialen Medien selten alleine auf, denn meist braucht es geschickte Gegenargumente und Fachleute für unterschiedliche Bereiche. Wo gegen sie argumentieren war immer klar, aber wofür sie eigentlich stehen nicht. Zumindest nicht von Anfang an. Es hat einige Zeit gedauert bis man sich eindeutig positionierte und das hatte seine Gründe. Viele Leute in den Windkraft-Protestgruppen waren ja energiepolitisch nicht auf dem laufenden. Die meisten von ihnen, wie 90 % der Bevölkerung, waren natürlich auch gegen Atomenergie. Man musste in diesen Reihen noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Aber jetzt nach einer entsprechenden Unterwanderung und Schulung hat man sich getraut, die Katze aus dem Sack gelassen. Nun sagt man es ganz unverhohlen wofür man steht: Man ist für Atomenergie.

Gegenwind und Vernunftkraft

Klimaleugner findet man bei den Bürgerinitiativen „Gegenwind„, dem bundesweit agierenden Verein „Vernunftkraft“ und inzwischen eben auch bei der AfD. Vernunftkraft und Gegenwind sind inzwischen in viele Anti-Windenergie-Bürgerinitiativen eingedrungen. Sie versorgen diese gezielt mit Argumenten, die sich aber eher mit der angeblichen „Schädlichkeit“ von Windkraftanlagen befassen. Allerdings werden dann die viel zu hohen Kosten der Energiewende thematisiert und die technische Unmöglichkeit die Energiewende umzusetzen. Die eigentlichen Akteure, Bremser und Verhinderer der Energiewende mit einer sehr wirksamen Lobbyarbeit werden geleugnet. Alte Energieversorger mit ihrer fossil/atomaren Energieerzeugung verstehen es dabei sehr geschickt mit dem Finger auf eine andere Lobby zeigen zu lassen. Wie die Zusammenhänge sich fügen, entdeckt man wenn man den Machern und Strippenziehern auf den Grund geht.

Die Lobby der Erneuerbaren Energie ist aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation aber kaum in der Lage sich überhaupt Gehör zu verschaffen. Die muss seit Jahren eine Niederlage nach der anderen hinnehmen und wird zudem auch noch geschickt gegeneinander ausgespielt. Die Politik stand immer auf der richtigen Seite der Energielobby. Als die Erneuerbaren noch in den Kinderschuhen steckten waren sie keine Bedrohung. Nun aber wo es um richtige Umsätze bei der Stromerzeugung geht, gibt es kein Pardon mehr gegenüber den Erneuerbaren. Da wir konsequent und stur an der Kohle festgehalten. Die Gegenwindler und Vernunftkraftler sind dabei willkommene Gehilfen.

Auch wenn Hobby-Klimaskeptiker dieser Vereine nicht so sehen oder wissen: Sie sind Ausführungsgehilfen einer Branche, die jedes Jahr Millionen für ihre Propaganda ausgibt.

Wer sich nun mit dem Verein Vernunftkraft beschäftigt kommt schnell auf die Hintermänner. Vernunftkraft wird mit den Thesen von EIKE versorgt.

Wer steckt eigentlich hinter EIKE?

EIKE bezeichnet sich selbst als Europäisches Institut für Klima & Energie. Eine der ersten aussagen auf deren Webseite heißt:

Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!

In Wikipedia findet man unter http://de.wikipedia.org/wiki/EIKE folgendes Zitat „Im Unterschied zum Gründungsmitglied und Kooperationspartner[20] CFACT bekommt das EIKE laut eigenen Angaben kein Geld von Konzernen, sondern finanziert sich ausschließlich durch private Kleinspender und die eigenen Mitglieder. Eine Veröffentlichung der Finanzen findet jedoch nicht statt. Die Spender sind geheim.[21].“ und „In diesem Rahmen, sowie bei anderweitigen Aktionen (Pressekampagnen, Petitionen[28][29]), arbeitete EIKE u. a. mit Werner Kirstein[30], Hans Labohm[31], Benny Peiser[32], Fred Singer[33][34], Henrik Svensmark[34], Wolfgang Thüne, Nir_Shaviv, Jan Veizer[32], und dem von der Kerntechnischen Gesellschaft finanzierten Verein Bürger für Technik e.V.[29]zusammen.

Strippenzieher

Das Mitglied des EIKE-Fachbeirats Helmut Alt gehört zu den aktivsten Mitarbeitern der Bürger für Technik im Engagement gegen Energiewende und erneuerbare Energien sowie für Atomenergie. Weiterhin zu nennen ist Zusammenarbeit mit einem Teil der FDP-Bundestagsfraktion um Paul Friedhoff[35][36], dem „Liberalen Institut“ der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit[37] und dem libertären Berlin Manhattan Institut[23] (vormals Institut für Unternehmerische Freiheit[32]) sowie Anti-Windkraft-Organisationen wie Sturmlauf[29] und Antiwindkraft[29]. Manche Mitglieder von EIKE (hauptsächlich Michael Limburg[38], das Beiratsmitglied Friedrich-Karl Ewert[39] und der Pressesprecher Horst-Joachim Lüdecke[3]) treten in Fernsehdiskussionen oder lokalen Veranstaltungen als Redner und Gesprächspartner auf.“ Hier sind also die RICHTIGEN versammelt, und betreiben das Geschäft der Atomlobby!

Wikipedia zum Klimaskeptizismus

Eine sehr gute Zusammenfassung mit umfangreichen Material finden wir auf Wikipedia. Hier das Inhaltsverszeichnis.

Inhaltsverzeichnis