Geschichtsbuch der Energiewende

Geschichtsbuch der EnergiewendeKeine Angst – nein, dies ist keine Buchbesprechnung. Es kann keine sein, denn das Geschichtsbuch der Energiewende gibt es noch nicht. Seit drei Jahren klebt ein Zettel an meinem Arbeitsplatz, auf dem steht: “Geschichtsbuch der Energiewende”. Und nein, ich habe auch nicht vor dieses Geschichtsbuch zu schreiben, wenngleich das sehr verlockend wäre.

Aber es ist ein riesiges Thema. Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, was die Energiewende in Wirklichkeit ist und bedeutet. Wann und womit hat die Energiewende begonnen? Welche Intentionen hat sie? Wie weit sind wir damit? Vieles, so meint man, versteht sich doch von selbst. Aber wenn man genauer hinschaut, kann man diese Meinung nicht teilen. Aufmerksame Leser unseres Blogs wissen, dass es sich bei der Energiewende “nicht nur” um den Austausch einer Technik gegen eine andere handelt. Und selbst die Beschreibung “nicht nur” kann der Sache in keiner Weise gerecht werden.

Der umfassendste wirtschaftliche Strukturwandel …

Die Energiewende ist viel mehr der umfassendste wirtschaftliche Strukturwandel seit dem Beginn des Industriezeitalters, wie Hermann Scheer einmal sagte. Das scheint aber weder der Politik noch den Medien klar zu sein. Immer wenn man die Politik darauf anspricht wird sie seltsam still. Und dann geht man sofort zu Nebensächlichkeiten über, die zu großen Punkten in der aktuellen Debatte aufgebauscht werden.

Wir hören aber nicht, dass es sich hier um einen der größten Wirtschaftskriege, der letzten Jahrzehnte handelt. Unter Wirtschaftskrieg stellt man sich für gewöhnlich etwas ganz anderes vor. Wikipedia schreibt dazu:

Als Wirtschaftskrieg wird umgangssprachlich eine intensive, mit ökonomischen Instrumenten geführte Auseinandersetzung zwischen Unternehmen, verschiedener oder gleicher Staaten bezeichnet, wobei neben ökonomischen oft auch juristische, politische und/oder geheimdienstliche Instrumente Verwendung finden. Der Wirtschaftskrieg ist zu unterscheiden von einem aus wirtschaftlichen Motiven geführten militärischen Krieg (siehe Handelskrieg); er kann ein ergänzendes Element der Kriegsführung eines Staates sein.

Der Historiker Sönke Neitzel verwendet eine sehr weit gefasste Definition von Wirtschaftskriegen als

„Konflikte, die im Wesentlichen mit wirtschaftlichen Mitteln ausgetragen werden, auf die Wirtschaft zielen oder deren Ausgang von ökonomischen Faktoren dominiert wird. Wirtschaftskriege können somit Teil eines ‚heißen Krieges‘ sein, aber auch in Friedenszeiten ausgetragen werden […] Entscheidend ist, dass ökonomische Aspekte einen Krieg oder – in Friedenszeiten – den Charakter der bilateralen Beziehungen bestimmen.[1]

Historische Betrachtung

Frühe Wirtschaftskriege standen seit der Antike regelmäßig in Zusammenhang mit der Kolonialisierung fremder Länder und hatten vor allem das Ziel, fremde Ressourcen zu erobern ohne einen langwierigen bewaffneten Konflikt zu führen. Mit oftmals geringen militärischen Mitteln, jedoch weitreichenden einseitigen Handelsvereinbarungen konnten Rohstoffe und die Arbeitsleistung des kolonialisierten Landes im weiteren Verlauf oft ohne den Einsatz von Waffen ausgebeutet werden, da die einheimische Bevölkerung die Tragweite ihrer Zusagen zunächst nicht erkannte. Wurde die Ausbeutung bemerkt, hatte sich der aggressive Wirtschaftspartner bereits weitreichenden Einfluss auf Gesetzgebung und/oder Exekutive verschafft. Erst nach langen Verhandlungen und zahlreichen Kriegen wurden nahezu alle Kolonien im 20. Jahrhundert aufgegeben (siehe Entkolonialisierung). Zitat Ende

Energiewende eine Stromwende?

Faktisch bekamen wir in der Vergangenheit über die Medien oftmals vermittelt, die Energiewende sei eine Stromwende. Nun aber beginnt man langsam zu verstehen, dass auch die Mobilität darin enthalten ist. Aber wir haben es auch mit dem Sektor Wärme zu tun. All diese Bereiche waren und sind bisher auf Rohstoff-Recourcen angewiesen. Gas, Kohle, Erdöl und Uran sind die Hauptträger. Was sie vereinigt, ist die Tatsache, dass sie sich immer in der Hand von Konzernen befinden und zentral geschürft oder gewonnen werden. Erst wenn man sich vorstellt, dass all diese Stoffe nicht mehr zur Energiegewinnung gebraucht werden, wird klar von was für einer Art Wirtschaftskrieg hier die Rede sein könnte.

Wenn die ganze Menschheit zukünftig gar nicht mehr auf Konzerne angewiesen ist um an Energie zu gelangen, denn Solar- und Windenergie, aber auch Biomasse usw. benötigen keine Konzerne um “geerntet” zu werden, dann wird klar, dass mit der Energiewende etwas geschieht, ja zwangsweise geschehen muss, dass die Rolle der bisherigen Konzerne vollkommen überflüssig machen wird. Wir benötigen nicht mal den besseren Standort, weil, wie man am Beispiel des Solar-Wüstenprojektes Desertec gesehen hat, dass die Kosten vom Stromtransport von der Sahara nach Mitteleuropa viel zu hoch sind und sie damit den Einsatz von Solar- und Windanlagen vor Ort wirtschaftlich nicht unterbieten können.

Weil der Besitz oder Mitbesitz von Solaranlagen praktisch auf allen Ebenen möglich ist, angefangen vom Wohnungsmieter, über die Hauseigentümer, hin zu Mittelständlern und Industrie, kann es keinen sinnvollen Einsatz von Sonnen- und Windanlagen für Energiekonzerne geben, denn sie schädigen damit ihr ureigenes Interesse, zentral in Kraftwerken hergestellten Strom, oder z.B. Erdöl und seine Derivate an Verbraucher zu verkaufen.  Und auch wenn alte Stromkonzerne in Windparks oder Solarfelder investieren, so geschieht dies, mit Ausnahmen, meist in anderen Ländern und nicht am heimischen Standort.

Alles was wir über die Energiewende hören, muss deshalb immer unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass diese Konzerne von Natur aus eine solche Entwicklung nicht unterstützen können, sie würden gegen eigene Interessen und gegen die ihrer Aktionäre verstoßen.

Futuristischen Visionen?

Aber die Medien haben einmal ganz anders über die Energiewende berichtet. Da war etwas von Aufbruchstimmung und von futuristischen Visionen zu spüren. Heute scheint die Energiewende ja irgendwie zu laufen, wenn auch vorwiegend sehr holperig. Trotzdem haben die Menschen schon verstanden, dass wir inzwischen einiges erreicht haben. Und das Gute daran, die Bevölkerung steht zur überwältigender Mehrheit hinter der Energiewende. Allerdings ist den wenigsten klar, wie viel wir erreicht haben und wo die Energiewende steht.

Es stellt sich also die Frage: Wenn dieser Strukturwandel gleichzusetzen ist, mit so etwas Großem, wie der industriellen Revolution, werden wir dann auch ähnliche Auswirkungen zu erwarten haben? Anscheinend spüren die Menschen davon nichts. Kann es also sein, dass Hermann Scheer doch viel zu weit gegriffen hat? Das, was wir aktuell (Ende 2018) sehen, ist eine heftige Auseinandersetzung um den Kohleausstieg in Deutschland. (Hambi bleibt und die phantasie- und freidvollen Proteste). Begleitet wird das allerdings von einer meist oberflächlichen Betrachtung in den Medien. Und kommentiert wird es von einer bestimmten Politikrichtung: “Ein Ausstieg Deutschlands aus der Kohle würde für den Klimaschutz kaum etwas bewirken können”, und ähnliche Slogans hört man.

Die Rede wird dabei auch begleitet von Kommentaren wie, die Umstellung auf Erneuerbare allein in Deutschland könne niemals zu einem ausreichenden Klimaschutz beitragen. Nur sind solche Kommentare eher destruktiv und lenken vom Wesentlichen ab. Aber was ist das Wesentliche? Das Wesentliche dabei ist nicht, dass wir längst nicht mehr an der Spitze der Energiewende-Staaten und -Länder stehen. Auch hier scheinen die Medien kaum in der Lage zu sein, ein realistisches Abbild über die Energiewendeentwicklung anderer Länder geben zu können (zu wollen?). Nicht einmal darüber, dass wir ohne Not den Solarstandort Deutschland, als ehemaligen Anführer in dieser Zukunftstechnologie aufgegeben haben, konnten sie richtig berichten und es einordnen. Dass damit 100.000 zukunftsträchtige Arbeitsplätze verlorengegangen sind ist kaum bekannt.

Wesentlichen Unterschiede …

Und nein, sie sind nicht in der Lage, die wesentlichen Unterschiede dieser, längst nicht mehr neuen Art der Energieerzeugung und deren Energieerzeugungsstrukturen beschreiben und darzustellen zu können. Mit dem Dieselskandal und den vielen merkwürdigen politischen Hakenschlägen und Ausweichmanöver wurde nun ein neues Diskussionsfeld aufgemacht. Aber auch hier gelingt es den Medien nicht, den anstehenden Wechsel hin zum E-Auto überhaupt zu vermitteln, noch einen Bezug zur Energiewende, also zur Mobilitätswende herzustellen.

Das, was sich oberflächlich in Besprechungen zu Aktienkursen großer Energieversorger, Berichterstattung zur Kohlekommission oder dem neuen Schwenk der deutschen KFZ-Konzerne hin zum Elektroauto abzeichnet, bleibt leider sehr oberflächlich, obwohl die Inhalte äußerst spannend sind. Es kann aber weder die Hintergründe, noch die Zusammenhänge ausreichend vermitteln und erklären. Die Berichterstattenden haben selbst überhaupt nicht verstanden und man kann eigentlich recht lapidar sagen, sie haben keinen Plan. Sie haben den Strukturwandel den die Energiewende mit sich bringt nicht verstanden. Wer sich genauer informieren will, sei auf die Seiten in unserem Blog zu Hermann Scheer sowie die vielen Blogbeiträge zum E-Auto verwiesen.

Diejenigen, und ich hoffe es werden ambitionierte Historiker sein, die sich dem Thema “Geschichtsbuch der Energiewende” widmen werden, können diesen Wandel nur beschreiben, wenn sie den Kampf um die Energiewende durchleuchten. Es ist ein unerbittlicher Kampf und Wirtschaftskrieg der auf allen Ebenen gekämpft wird, sowohl mit legalen, halb legalen als auch illegalen Mitteln. Aber in einem Wirtschaftskrieg gibt es immer Feinde oder Gegner. Und hier haben die Medien ein großes Problem, sie können keine Feinde entdecken und es gelingt ihnen nicht die beiden Kontrahenten auszumachen. Warum nicht?

Das hat wahrscheinlich auch etwas damit zu tun, dass sie die Strategien und Schachzüge der Konzerne noch nicht richtig analysieren, einordnen und zusammenführen können. Sicher ist ihnen auch nicht bewusst um welch große wirtschaftliche Bedrohung für die Konzerne es überhaupt geht, wenn Rohstoffe wie Öl, Kohle Gas und Uran kein Geld mehr einspielen können, weil sie keiner mehr nachfragen wird.

Auf einem Gebiet ist den Medien aber in den letzten Jahren etwas gelungen: Die Berichterstattung über den anthropogenen Klimawandel und die Bestrebungen der Öl- und Kohlekonzerne, diesen mit großaufgemachten Kampagnen zu leugnen. Dass deren PR-Strategien mit verdeckten Methoden (#LeisePR) arbeiteten, die die Auftraggeber verschleiern und verdecken sollten und dass es gelungen ist (nicht den Medien sondern vielen einzelnen NGOs und Aktivisten), diese Kampagnen mit vielen unwiderlegbaren Dokumenten zu enttarnen, hat dafür gesorgt, dass Medien kaum noch Zweifel in ihrer Berichterstattung äußern, sondern allein darin schon einen handfesten Beleg sehen, dass es um wesentlich mehr geht, als um die kleinen Storys und Zahlenspielereien mit CO2-Werten aus der Vergangenheit, mit denen so mancher gekaufter “Wissenschaftler” versucht die Öffentlichkeit zu beeindrucken.

An diesem Beispiel kann man sehen, es geht darum die Meinungshoheit zu erhalten und zu verteidigen. Vor glatten Lügen schreckt man dabei nicht zurück und man nimmt viel Geld in die Hand, diese mit gekauften Leuten zu verbreiten. Es ist also eigentlich ein recht einfaches Szenario: Auf der einen Seite die Konzerne, die ihre Strukturen und Einnahmequellen erhalten wollen und auf der anderen Seite die Weltbevölkerung, die man ohne mit der Wimper zu zucken in die Klimakatastrophe schickt und ihnen vorlügt, man wäre keinesfalls schuld an selbiger.

Was könnte also in diesem Geschichtsbuch alles stehen?

Auf jeden Fall wird dieses Geschichtsbuch eines sein, dass das immens wichtige und aktuelle Thema Klimaschutz betrifft und es wird auch von den ehemaligen und heutigen Protestbewegungen der Umweltverbände berichten. Neben den technischen Entwicklungen und den immer klarer werdenden wissenschaftlichen Erkenntnissen über den radikal fortschreitenden Klimawandel und die Bemühungen der Menschheit auf der Ebene der Klimagipfel und der Umsetzung in nationalen Parlamenten, wird es ebenso den Widerstand und die unlauteren Tricks der etablierten alten Energiewirtschaft darzustellen haben. Und das wird der Schwerpunkt sein müssen. Es ist der fehlende Part, der in dem Wirtschaftskrieg bisher nicht auftaucht, in dem es aber um massive Meinungsbeeinflussung, sowohl der Medien, als auch in der Politik, bis hin zur Gesetzgebung geht.

Meilensteine – Personen

Wenn man den offiziellen Beginn der Energiewende mit der Einführung des EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetzt) im Jahr 2000 beschreiben würde, blendet man natürlich sehr vieles was vorher schon geschah aus. Aber trotzdem hat diese Jahreszahl Bestand und ist zumindest ein sehr großer Meilenstein, denn ab da begann der tatsächliche Siegeszug der Erneuerbaren, zwar anfangs nur in sehr kleinen Schritten aber dafür umso kontinuierlicher. Und es werden Namen darin stehen, die der Allgemeinheit oft noch unbekannt sind, z.B. Michaele Hustedt, Hans-Josef Fell, Hermann Scheer und Dietmar Schütz, die Macher des EEG. Aber wir werden ebenso Namen wie Wolf von Fabeck, Franz Alt, Michael und Ursula Sladek und viele viele mehr.

Zitat Wikipedia:
Bei der Erarbeitung des Gesetzes in der ersten Fassung von 2000 waren die Abgeordneten Michaele Hustedt, Hans-Josef Fell (beide Bündnis 90/Die Grünen), Hermann Scheer und Dietmar Schütz (beide SPD) maßgeblich beteiligt.[5][6] Im Renewables 2013 Global Status Report kommt die international besetzte Forschungsgruppe REN21 zu dem Ergebnis, dass es in 127 Ländern der Welt Instrumente zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie gibt, darunter als gängigstes Instrument die Einspeisevergütung, die in 71 Ländern und 28 Bundesstaaten praktiziert wird.[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

Dass wir nun einen Meilenstein der Energiewende nach dem anderen aufzählen können, ist logisch. Genauso dürfen wir aber keine einzige Aktion, der Energieversorger und Energiekonzerne vergessen, die zur Verhinderung und zum Ausbremsen der Energiewende angesetzt und durchgezogen wurde. Bei ersteren fällt es nicht schwer im Internet zuhauf Belege zu finden, bei Widerstand der Konzerne gegen die Energiewende ist es schon etwas schwieriger. Hier sei ein Dokument genannt…

Was aber die Radikalität der neuen Art der Energiegewinnung durch Erneuerbare angeht, scheinen die offizielle Quellen sehr dürftig zu sein. Das, obwohl die Anzahl der EE-Anlagen und Bürgerinitiativen, sowie der Bürgerenergiegenossenschaften doch sehr hoch ist. Es gibt vier unterschiedliche Akteure die näher zusammenrücken müssten. Dazu käme nun die sehr agile Szene der E-Autofans.

a.) Den Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Zitat bee-ev.de:
Erfolgreicher Strukturwandel durch Erneuerbare Energie

Mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich Deutschland dazu verpflichtet, bis spätestens 2050 vollständig aus den fossilen Energieträgern auszusteigen. Der damit verbundene Strukturwandel in der Energiewirtschaft ist keine neue Herausforderung, sondern in vielen Kohleregionen seit Jahrzehnten im vollen Gange oder schon erfolgreich abgeschlossen. Die deutschen Kohlereviere haben teilweise bereits mehrere Jahrzehnte Erfahrung mit diesem Prozess.

Damit dieser Wandel sozialverträglich und geordnet stattfinden kann, gilt es sich rechtzeitig mit den notwendigen Veränderungen auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu entwickeln. Der positive Beitrag der Erneuerbaren Energien in diesem Prozess steht im Mittelpunkt dieses Dossiers. Die Beispiele zeigen, welchen positiven Beitrag Erneuerbare Energien für einen gelungenen Strukturwandel spielen können.

b.) Das Bündnis Bürgerenergie

Zitat:
Die Energiewende in Deutschland ist ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Erfolgsprojekt. Dies ist der Verdienst der Bürgerenergie als wichtiger Treiber der Energiewende. Fast jede zweite Kilowattstunde Ökostrom kommt aus Anlagen, die Bürgern gehören. Eine breite Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ist auch in Zukunft zentrale Voraussetzung für den Erfolg einer gesellschaftlich getragenen Energiewende.

Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. i.Gr. ist Vordenker der dezentralen Energiewende in Bürgerhand und vertritt die Interessen der Bürgerenergie. Im Bündnis haben sich lokal, regional und bundesweit agierende Netzwerke, Organisationen und Unternehmen zusammengeschlossen. Die Gründer und Mitglieder wollen die dezentrale Energiewende ambitioniert fortsetzen und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft gewährleisten.

Initiatoren und Gründungsmitglieder des Bündnisses sind Netzkauf EWS eG, Stiftung Neue Energie, GLS Bank Stiftung, 100 prozent erneuerbar stiftung, Haleakala-Stiftung, BürgerEnergie Thüringen e.V., Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz, Netzwerk Energiewende Jetzt, Naturstrom AG, Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und Agentur für Erneuerbare Energien.

Bündnis der Energiegenossenschaften

Zitat:
Die 850 beim Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V. organisierten Energiegenossenschaften leisten einen wichtigen Beitrag, die Akzeptanz und die Motivation für die Energiewende in breiten Teilen der Gesellschaft zu steigern. Über 180.000 Menschen engagieren sich in genossenschaftlichen Erneuerbare-Energien-Projekten, von der Energieproduktion und -versorgung, über den (Wärme-)Netzbetrieb bis hin zur Vermarktung. Die Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften ist in Berlin zentraler Ansprechpartner für die Bundespolitik, aber auch für Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Hauptaufgabe der Bundesgeschäftsstelle ist es, den Energiegenossenschaften eine Stimme in der bundespolitischen Debatte um die Energiewende zu geben.

Solarenergie Förderverein Deutschland E.V. | SFV

Eine der ältesten Initiativen, die bis heute unabhängig arbeitet ist der Solarenergie Förderverein. Mit seiner unermüdlichen Arbeit, sowohl was die Aufklärung, als auch die Kritik an politischen Entscheidungen betrifft, hat er sich seit Jahrzehnten für über Erneuerbare Energien eingesetzt. Und auch ganz aktuell gehört dieser Verein mit einer sehr konsequenten Aktion, der Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender deutscher Klimapolitik, zu den Machern in Deutschland.

Zitat:

Deutschland als große Industrienation hat durch überragende Erfolge beim Ausbau der Solar- und Windenergie den Beweis erbracht, dass es die notwendige Technik entwickeln, erproben und sukzessive das bestehende Energieversorgungssystem ablösen kann. Diese Anfangserfolge müssen – auch gegen den Widerstand der konventionellen Energiewirtschaft – beherzt weiter ausgebaut und durch Erfolge in der Energiespeichertechnik und der Netzstabilisierung abgerundet werden, damit der Umstieg zu 100 Prozent gelingt. Erneuerbare Energien-Technik wird durch Massenproduktion und Massenanwendung wettbewerbsfähig und kann dann auch global die herkömmliche Energietechnik ersetzen.

Zweck des Vereins ist Umweltschutz durch Förderung des Einsatzes von erneuerbaren Energien, insbesondere der Sonnenenergie, sowie durch umweltschonende Nutzung und Einsparung von Energie. Der Solarenergie-Förderverein e.V. Deutschland (SFV) verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

 

Die Erde Vom Weltraum aus GesehenPolitik lässt sich immer von Fachleuten beraten und das ist gut so. Im Fall der Energiewende sitzen aber Frösche in den Beratergremien.  Das muss man wissen, besonders wenn man einen Sumpf trocken legen will. Das heißt letztendlich, man kann niemals eine Beratung zum Trockenlegen des Sumpfes bekommen. Und so schrecklich das für Konzerne und deren Aktionäre sein mag, es geht nicht um den Erhalt oder das Weiterleben von Konzernen, es geht um das Leben auf diesem Planeten.

Dies sind nur wenige Gedanken zu einem Geschichtsbuch der Energiewende und es ließe sich unendlich viel dazu sagen. Dass eine notwendige Diskussion dazu stattfinden wird, da bin ich mir sicher. Und deshalb hoffe ich sie mit diesem Artikel angestoßen zu haben und freue mich auf viele Kommentare hier direkt auf dieser Seite und in den sozialen Medien.

Locker bleiben und Energiewende-Rocken

Euer Klaus Müller

Bildquellen:
Geschichtsbuch der Energiewende: Klaus Müller – Energiewende-Rocken
Die Erde Vom Weltraum aus Gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=N4_So0Chiqk

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2 Kommentare zu “Geschichtsbuch der Energiewende
  1. Leider hast du den SFV in Aachen vergessen, der seit Jahrzehnten an diesem Thema arbeitet!

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Lieber Siegfried Lemke,
      Asche auf mein Haupt, ja das stimmt und ich werde es sofort nachholen. Ich hatte zwar Wolf von Fabeck, den Frontmann und unermüdlichen Kämpfer des SfV namentlich erwähnt, aber der Verein gehört au jeden Fall unten zu den Bewegungen, denn er war es, der überhaupt so viele Menschen zur Photovoltaik und zu den Erneuerbaren gebracht hat. Vor allem muss man betonen, dass dieser Verein immer unabhängig geblieben ist und sich nicht hat vereinnahmen lassen.

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