Solarmodul und KFZ-Lobby

Einige kennen die Geschichte bereits aber ich erzähle sie immer gern wieder, sie ist auch kurz. Heute mal als Kaufberatung, falls jemand beabsichtigt sich ein neues Auto zu kaufen. Sie heißt “Solarmodul und KFZ-Lobby” und sie handelt von einem einzigen Solarmodul und der KFZ-Lobby oder auch der Erdöllobby.

Seit 1970 ist Erdöl 35 mal teurer geworden. Photovoltaik ist dagegen 300 mal billiger geworden.

Das bedeutet, die Photovoltaik hat sich im Vergleich zum Erdöl um den Faktor 10.000 verbessert. Das sagt uns erst mal noch nicht viel.

Man muss sich jetzt in die Rolle eines Ölbarons oder eines KFZ-Konzernmanagers versetzen, der Benzin- und Dieselautos verkauft. Wenn er sich ausrechnet was das für Folgen hat, dann kommt er mit sehr geringen Recherchen zu folgendem Ergebnis:

Ein Photovoltaikmodul kann im Laufe seines Lebens eine gewisse Strommenge erzeugen. Man weiß heute, das diese Module ca. 35 bis 40 Jahre halten. In Deutschland kann man aus einem Modul, das eine Leistung von 250 Watt hat, übers Jahr tatsächlich ca. 250 kWh ernten.

Bis so ein Modul mal kaputt ist und ersetzt werden muss, kommen somit ca. 10.000 kWh zusammen.

Was kostet ein Solarmodul?

Nun kostet so ein Modul heute im Internet, inkl. Verpackung und Versand ca. 170 €. Was das für die Stromverkäufer bedeutet muss ich ihnen jetzt nicht mehr vorrechnen. Ich mach es trotzdem. 10.000 x 0,29 ct (Strompreis für eine kWh) = 2.900 €

Module und KFZ-LobbyAber ich rechne gern etwas anderes vor: Es stellt sich nämlich die Frage: Wie weit könnte man mit 10.000 kWh mit einem E-Auto fahren? Na, schätzen Sie mal?

Heutige neue eAutos der Kompaktklasse kommen mit einem Verbrauch von 12 kWh/100 km aus. (Im nächsten Jahr erscheinen die ersten billigen zw. 11.000 € und 16.000 €).

12 kWh/100 km, sind umgerechnet 1,2 Liter Diesel. Mit 10.000 kWh kann man also 83.333 km fahren und damit mehr als zwei mal um die Erde.

Zwei mal um die Erde für 170 EUR

Na, merken Sie was? Ölkonzerne konnten sich das bereits vor mehreren Jahrzehnten ausrechnen. Sie wussten was passieren wird, wenn sich so eine Technik erst einmal entwickelt. Sie würde bei Massenverbreitung massiv im Preis sinken. Das Modul was wir heute für 170 EUR kaufen, wird nach 40 Jahren möglicherweise ein Zehntel oder ein zwanzigstel dessen kosten. Dagegen mussten die Konzerne etwas unternehmen. Die einzige Chance die sie hatten, länger von ihrem Ölbesitz leben zu können, war es, den Unwissenden etwas zu erzählen um sie nicht auf dumme Gedanken zu bringen. Aus diesem Kalkül heraus wurde die Klimalüge geboren worden, denn die Konzerne wussten es bereits vor Jahrzehnten, dass sie das Klima und die Umwelt schädigen.

Konzerne machen Meinung – die eAutolüge

Aktuell vermutet man, haben die deutschen KFZ-Manager eine andere Lüge in die Welt gesetzt. Aus genau dem gleichen Grund, sie wollen ihre Umsätze schützen. Sie erzählten die Lüge von den seltenen Erden in den Akkus. Und damit das noch besser einleuchtet, natürlich auch die Geschichte von der geringen Reichweite und dass Akkus brennen und teuer sind. Das alles gilt in Fachkreisen als widerlegt. Und der Grund ist klar, man hatte die Entwicklung auf dem internationalen KFZ-Markt völlig falsch eingeschätzt. Nur können wir das (noch) nicht beweisen, dass hinter all dem die KFZ-Konzerne steckten.

Bei der Klimalüge, also dass die Menschen nicht schuld am Klimawandel wären, vermutete man auch anfangs die Konzerne als Urheber. Und auch das konnte man lange Zeit nicht beweisen. Als aufmerksamer Leser unseres Blogs weiß man das aber. Die Beweise liegen inzwischen auf dem Tisch, wir haben oft berichtet, z.B. hier. Glücklicherweise sind nun aber endlich auch die Medien aufmerksam geworden und berichten in Zeitungen und Fernsehen.

Historisch belegte Fakten

Klimaleugner-InstituteEs gibt historisch belegte Fakten an denen es nichts zu deuteln gibt. Die fossilen Konzerne aus der Öl- und Kohlebranche in den USA haben schon vor mehreren Jahrzehnten einige Aktivitäten gestartet und unter anderem Institute mit klarem Auftrag gegründet. Sie sollten genau das Gegenteil von dem in der Bevölkerung vermitteln was sie selbst als eigenen Erkenntnisse über die Verbrennung fossiler Energie wussten. Ganz flach ausgedrückt: in eigens aufgebauten Pseudo-Instituten, z.B. dem Heartland-Institute und in vielen Thinktanks, für die sie sehr viel Geld ausgaben, entstand die Klimalüge.

Vor einigen Jahren ist diese Masche auch in Deutschland angekommen. Und erstmals geht das jetzt auch durch viele Medien. Ein Institut, dass sich “Europäisches Institut für Klima & Energie – EIKE” nennt, und in Wirklichkeit ein kleiner Verein ist, der an technischen Messapparaturen wahrscheinlich nur ein Zimmerthermometer besitzt, versorgt die Klimaleugnerszene in Deutschland und damit auch die Windkraftgegner mit immer netten illusteren Geschichten. Nun aber hat die Sendung Monitor aufgedeckt was sich dahinter verbirgt und wo die Fäden zusammen laufen. Sein wirklich sehenswerter Beitrag (nur 12 min.).

Ich hoffe, dass zumindest einige Mitglieder von Anti-Windenergie-Bürgerinitiativen sich den Bericht ansehen um dagegen zu opponieren, von welchen Bütteln des Fossilen Großindustrien sie da unterwandert wurden.

Sonnige Grüße

Euer Klaus Müller

2 Kommentare zu “Solarmodul und KFZ-Lobby
  1. Wolfgang K. Schinko sagt:

    Werde mir den Beitrag “Klimawandel und Sommerhitze” an einen der kommenden kalten und verregneten Sommertagen anschauen. Es ist nicht gut das Politik und Wissenschaft über entsprechende Zahlungen vernetzt sind. Es gibt, nachvollziehbar, genügend Wissenschaftler die gewünschte Ergebnisse liefern, so wie das Geld fließt. Ich als Otto – Normalverbraucher lasse mir kein schlechtes Umweltgewissen mehr einreden. Solange, unsere ach so schädlichen Diesel – Autos ein paar tausend Kilometer weiter für den doppelten Preis verkauft werden und weiter die Umwelt belasten, in Afrika Kunststoffe Tag und Nacht in riesigen Feuern (vom Orbit aus zu sehen) verbrannt werden, um an die Metalle zu kommen und all die anderen Dreckschleudern die weltweit im Einsatz sind, solange das Problem nicht dort an den Wurzel des Übels bekämpft wird, solange lasse ich mir kein schlechtes Gewissen einreden.

  2. max lenz sagt:

    verschwörungstheorien sind wohl so alt wie die sprache des menschen und ich bin überzeugt, dass es mehr sinn macht, eine solche mit einer besseren zu bekämpfen als zu versuchen, erstere zu widerlegen.

    “elektrisch fahren ist geil” ist die neue verschwörungstheorie, welche vor zehn jahren ihren siegeszug angetreten hat, auch gegen neue ausschmückungen der gegentheorie!

    schade ist nur, dass das “geile elektrische fahren” auf batterielastwagen entstanden ist, welche als personenwagen getarnt wurden, während “effizientes und geiles elektrisches fahren” bisher nur auf ebikes und etrikes stattfindet. der wenig reflektierte wunsch, “sicher” zu fahren bedeutet auch für die meisten elektroantrieb – affinen leute, dass nur schwere fahrzeuge eine chance zum überleben im frontalunfall offerieren, eine haltung, direkt vom alten wettrüsten der militärblöcke entliehen und also ebenfalls eine verschwörungstheorie.

    zum glück leben motorradfahrer, fahrradfahrer und eben auch ebikefahrer in einer welt, wo vergnügen und aktive sicherheit – inklusive routenwahl – höher gewichtet werden als vorwiegend passive “konkurrenzsicherheit” und gegenwärtig sind zwei versuche im busch, zweispurige solarfahrzeuge auf die “geile schiene” zu bringen, nämlich eine wohl zu teure in holland – http://www.lightyear.one – und eine hoffentlich nicht zu günstig versprochene – http://www.sonomotors.com – in deutschland.

    so richtig geil für mich wäre jedoch erst ein klon des “kogakuin owl” oder schöner – sorry stella und sorry bochum! – und ich glaube immer noch, verschwörungstheorien sind erst lustig, wenn mann oder frau selbst daran arbeitet, zum beispiel in einem professionell geführten open source projekt..

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