eAuto – die deutsche Koma-Uhr tickt – Mercy#012

Lord have Mercy

Die Deutschen ahnen gar nicht was ihre KFZ-Konzerne alles verschlafen haben und was uns an technologischen Fortschritten erwartet und wie eng das mit der Energiewende verwoben ist. Denn wir haben es hier mit disruptiven Entwicklungen zu tun. Nur Wenige ahnen, dass sie diese Entwicklung überrollen wird. Deshalb heißt unser heutiges Mercy: eAuto – die deutsche Koma-Uhr tickt – Mercy#012

 
finanzen.net - screenshotIn 6 Monaten schlägt deren Schicksal zu. Die Uhr tickt bereits. Am 1.1.2019 müssen deutsche Autobauer in China die E-Autoquote erfüllen. Zehn Prozent aller verkauften Fahrzeuge müssen dann elektrisch sein. Der chinesische Markt aber ist einer der wichtigsten. In Deutschland werden im Schnitt nur 300 EUR an einem herkömmlichen Auto verdient. In China dagegen liegt der Schnitt aber bei 3.000 EUR.
 
E-Autos sind in China sehr wichtig. Beim E-Auto geht es neben der Reichweite vor allem um den Preis und die Chinesen sind die größten E-Autohersteller der Welt und sie können gute Preise vorlegen. Das bedeutet aber für die Deutschen, hier gibt es sehr wenig zu verdienen, denn bei den E-Autos herrscht Preiskampf und man muss mitmachen um wenigstens die verbleibenden 90% Verbrenner verkaufen zu dürfen. Gewinnverluste bei den Verbrennern und ein kräftiges Minus bei den E-Autos sind zu erwarten, denn die Entwicklung hat man kräftig verschlafen und nun muss man in aller Eile auch neue Modelle raushauen.
 
Der Massenmarkt in Deutschland für den eigenen Konsum bricht aber wegen des Dieselskandals weg. Die Deutschen werden immer unsicherer. E-Autos werden von deutschen Konzernen kaum angeboten und wenn dann haben die eine lange Wartezeit > 1 Jahr.

Weshalb, so lange Wartezeiten? 

Die Antwort ist einfach, und schon sehr tragisch. Man hatte das Problem schon seit mehreren Jahren auf dem Schirm, es aber völlig unterschätzt. Die Rohstoffbeschaffung für Akkus gingen sie viel zu spät an. Großspurig wollte man auch noch bei den Rohstoff-Preisen verhandeln. Aber kein Händler hatten ein Interesse zu verhandeln. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das hatten sie falsch eingeschätzt, die Weltmeister im Autobau. Und weitere wichtige Zeit ging so verloren. Nun stellen sie aber immer noch keine eigenen Akkus her und müssen auf dem Weltmarkt kaufen. Aber sie müssen weiterhin als Premiumhersteller so tun als wären sie weltweit präsent. Das heißt auch liefern können, neue Modelle, nicht nur als Studien, sondern in den Verkaufsräumen anbieten und versuchen besser zu sein, als die anderen. 

Die technische Entwicklung läuft ihnen davon

Tesla liefert inzwischen sein Model 3 aus. Man hat die Stückzahlen pro Woche auf 5.000 anheben können. Das Model 3 ist aber wesentlich mehr als ein Mittelkasse E-Auto mit attraktiver Reichweite (500 km) zu einem attraktiven Preis. Fahrer der Model S Oberklasse sagen, es ist besser als das Model S. Und es scheint tatsächlich ein weiterer Meilenstein für Tesla geworden zu sein. Nur in einer Veröffentlichung habe ich bisher einen Hinweis darauf gefunden. Ich bin mir aber sicher, das wird sich in den kommenden Wochen sehr stark ändern.

Das Onlineportal finanzen.net schreibt

Autoexperte: Tesla wird Mercedes, BMW und Audi wohl 50 Prozent Marktanteil abnehmen

Tesla Aatonomes FahrenDer Aufstieg von Tesla ist für viele Unternehmen eine Hiobsbotschaft – vor allem in den USA soll Tesla nun andere Premium-Autohersteller im Mittelklasse-Segment überholen.

“Mittelklassemarkt
Mit dem Eintritt in dieses Segment und einem monatlichen Absatz von durchschnittlichen 24.000 Stück, werde der Model 3 über 62 Prozent der Absatz-Durchschnittsmenge des ganzen Segments von 2017 ausmachen.”, heißt es in dem Artikel.

Hier klicken, da geht es zu einem Viedeo eines Fahrberichtes des Model 3

Im Tesla ist die Hardware für autonomes Fahren bereits eingebaut und wartet nur darauf freigeschaltet zu werden. Deutscher Hersteller arbeiten noch daran, Tesla hat es jetzt schon und aktualisiert seine Software laufend. Und genau hier liegt der nächste Brocken für die deutschen Autobauer im Weg. Selbstfahrende Autos werden den Automarkt schon in 3 Jahren revolutionieren und vor allem dann stark dezimieren, denn man rechnet damit, dass sich mit den selbsfahrenden Autos die Gesamtanzahl der Autos sehr stark dezimieren wird (siehe unten das Video vom letzten Führerscheinneuling).

Totgeschrieben

Bisher wurde das E-Auto in den deutschen Medien, gewollt von den deutschen Konzernen, totgeschrieben. Nun – die Begründung dafür scheint jetzt klar zu sein. Man hat alles verschlafen. Alles was beschrieben wurde, der weitere Bestand des Diesel, das Brennstoffzellenauto, usw. sind Ablenkungsmanöver. Ablenkungsmanöver davon, dass man längst erkannt hat, dass sich das E-Auto selbstverständlich durchsetzen wird. Aber man musste, um das Wettrennen überhaupt aufnehmen zu können, die Nachfrage am deutschen Markt ausschalten. Dies geschah über laufende PR-Kampagnen aus der Abteilung Leise-PR, bei der der Auftraggeber unter keinen Umständen bekannt werden darf. Das kann natürlich niemand beweisen, sonst wäre es ja keine Leise-PR. Nur, es scheint so, als wenn wir dabei dann doch am Ende Verlierer haben werden.

Das die Aufholjagd am Laufen ist steht außer Frage. Jemand schreibt in Facebook: “Ist schon merkwürdig das für China alle Deutschen Autobauer liefern können und hier wird krampfhaft versucht am Diesel festzuhalten……”. Dahinter steckt ein aktueller Bericht aus dem Focus. Der schreibt: ” Volkswagen steckt in den kommenden Jahren Milliarden in Elektroautos, autonomes Fahren und Mobilitätslösungen in China. Gemeinsam mit seinen Joint-Venture-Partnern werde der Konzern “bis 2022 rund 15 Milliarden Euro” investieren…”

Dazu zwei weitere Videos

Porsche stellt Vertrieb ein? – Sterben die Dinosaurier?

Der letzte Führerscheinneuling … ist bereits geboren! – Dr. Mario Herger

Wer diese beiden Videos gesehen hat, hat allen Grund sich Sorgen um den Fortbestand der deutschen KFZ-Industrie zu machen. Die Dinosaurier werden sterben. Der deutsche Michel bleibt erst mal weiter im Koma. eAuto – die deutsche Koma-Uhr tickt – Mercy#012. Wenn bloß die Politik mal aufwachen würde.
 
sonnige Grüße
Euer Klaus Müller
 
Ein Kommentar zu “eAuto – die deutsche Koma-Uhr tickt – Mercy#012
  1. Ulrich Hühn sagt:

    Ich habe für meinen Betrieb einen Nissan env 200 bestellt, der meine Quote ab September auf 100 % erhöht. Einer meiner Kunden bekommt im März seinen Tesla 3. Dann ist seine Zoe mit großen Akku und neunem Motor frei. Das Auto plane ich für meine Frau beteits mit ein. Alles günstig und machbar

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