Lord have mercy #002

Lord have mercy #002 – eAuto-Bashing
ja mit wem sollen wir denn heute wieder Mitleid haben?

Das wird heute ne schnelle Nummer. Mal wieder ist die Autoindustrie dran. Sie haben ja ein Problem – den Dieselskandal – und antworten vorbeugend mit eAuto-Bashing. Um den Dieselskandal soll es aber nicht gehen, den haben sie ja bisher nicht in den Griff bekommen, wie das Urteil vom 27.2.2017 aus Leipzig zeigt. Fahrverbote können (und müssen) nun wirksam werden.

Sie haben aber ein zweites Problem. Komischerweise erdreisten sich einige Hersteller vor allem auch in China, Frankreich, USA und Südkorea, um nur die wichtigsten Länder zu nennen, Elektroautos für sinnvoll zu halten. Dann gibt es da noch den verrückten Tesla, der den deutschen Autobauern Angst macht, siehe Lord have mercy #001. Das ganze läuft inzwischen schon recht lange und die Vorteile von eAutos sprechen sich immer mehr herum. Aber es gibt auch jede Menge Vorurteile. Wie kommt es denn zu solchen Vorurteilen? Wir haben doch die Medien, die sicher immer vorurteilsfrei berichten? Vorurteilsfrei berichten? – Nein, das was wir erleben ist simples eAuto-Bashing. Wie sich das verbreitet kann man in einem weiteren Blog erfahren: LEISE-PR – leise Lügen #001

Stimmt leider nicht

Was wir haben, ist ein Informationskrieg mit einem lang anhaltenden eAuto-Bashing. Einige der Vorurteile sind Giftigkeit der Akkus, seltene Erden, Rohstoffknappheit usw., Sie werden sicher auch darüber gehört haben. Und dieses Argument im Info-Krieg wollen wir denen jetzt ein für alle Mal klauen. Lord have mercy… klauen ist doch unchristlich.

eAuto-Bashing – die Wahrheit über Rohstoffknappheit

Die Sache kurz und schmerzlos. Kernergebnisse einer deutschen Studie:

  • Die Rohstoffe Lithium, Kobalt, Nickel, Grafit …. sind für ein schnelles weltweites Wachstum der Elektromobilität ausreichend vorhanden.

    Die weltweiten Vorkommen übersteigen den prognostizierten Bedarf jeweils deutlich. Dies ist selbst dann der Fall, wenn der Rohstoffbedarf gleichzeitig durch Nachfrage für andere Anwendungsbereiche weiter ansteigt.

  • Temporäre Verknappungen oder Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe – insbesondere für Lithium und Kobalt – sind nicht auszuschließen.

  • Das ist vor allen Dingen darauf zurückzuführen, dass nicht garantiert werden kann, dass alle neu zu erschließenden Förderstätten rechtzeitig fertig gestellt werden oder dass der Export aus den Förderländern zu jeder Zeit in ausreichenden Mengen garantiert werden kann.

  • Die Förderung von Rohstoffen für die Elektromobilität ist mit Umwelt- und Sozialproblemen verbunden – wie die Förderung vieler anderer Rohstoffe für andere Verwendungszwecke auch.

  • Zu nennen sind insbesondere ein oft sehr hoher Energiebedarf, das Entstehen saurer Grubenwässer, Wasserkonflikte zwischen Bergbauunternehmen und indigenen Völkern sowie nicht vertretbare Arbeitsbedingungen in Minen. Besonders problematisch ist zurzeit die Kobaltförderung im Kleinbergbau in der Demokratischen Republik Kongo einzuschätzen, wo der Großteil der bekannten Kobalt-Vorkommen zu finden ist.

Die Studie gibt es als PFD hier

Und hier wurde sie veröffentlicht. https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/strategien-fuer-die-nachhaltige-rohstoffversorgung-der-elektromobilitaet/

Also liebe Infokrieger, auch wenn ihr Eure Schauermärchen noch tausende Male berichtet, sie werden nicht richtiger. Nur Fakten zählen. Merke: Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, nicht aber auf eigene Fakten.

Zur Giftigkeit und zum recyceln wird es ein eigenes Lord have mercy geben.

Bleibt friedlich
Euer Klaus Müller

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Ein Kommentar zu “Lord have mercy #002
  1. Eicke Weber sagt:

    Noch ein Lord have Mercy mit VW:

    Bei dem großen – riesigen, irrsinnigen – Vergleich, der VW wohl $ 25 Mrd in den USA kostete, haben wohl ca. 2000 Eigentümmer von Diesel-Betrugs-Dreckschleudern nicht mitgemacht. Einer forderte $ 750.000,-! VW ist jetzt dabei diese Fälle durch Vergleiche abzuarbeiten – hm, 2000 mal je fast 1 Mio wäre eine Menge Holz, Lord have Mercy!

    Aber, auf der anderen Seite hat VW ja jährlich immer noch ca 10 Mrd Profit, da kann man weitere 2 Mrd doch locker wegstecken!

    Lustig nur, wie sie sich bei uns drücken, auch nur wenigstens die direkten Umrüstkosten zu übernehmen, von einer Strafe von 750.000.- pro Betrugs-Wagen mal ganz zu schweigen!

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