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Harald Lesch hat’s eingesehen – eAuto-Mythen

Last Updated 20. November 2021

Diesmal wird’s kurz… Harald Lesch hat seinen Irrtum bezüglich der eAutos eingesehen

Eigentlich könnte der Artikel bereits mit diesem Satz aufhören: Harald Lesch ist Wissenschaftler und wie wir wissen, Wissenschaftler lernen ständig dazu. Sein Schlusssatz in dieser Diskussion um E-Mobilität: „…für alle diejenigen, die mich also dafür hassen, dass ich was irgendwann mal gemacht habe, es schien mir wichtig zu sein damals, bin mir aber inzwischen auch völlig klar: E-Mobilität wird es werden, batteriebetriebene Autos und damit hat sich’s…“. Ein schöner Satz um die eAuto-Mythen zu beenden. 

Das hat er am Ende dieses Videos gesagt. 

Bleibt eigentlich nur noch mal aufzuzählen, was er eigentlich alles zum eAuto und den Nachteilen gesagt hat. Darüber hatte ich im Blog ausführlich berichtet. 

Stein des Anstoßes war sein Video im ZDF über die Atacama. Daraufhin schrieb ich den Artikel:

Prof. Lesch die Atacama-Wüste und das ZDF/Planet e – nachgehakt 

Der Artikel wurde tatsächlich 25.597 mal angeklickt. Ganz gelesen werden ihn sicherlich wesentlich weniger haben, denn das war ein sehr langer Artikel, aber ich denke, das hat tatsächlich einiges ins Rollen gebracht.

Irgendwann hatte Lesch auch erklärt, die E-Mobilität kann sich gar nicht durchsetzen, weil es ein Problem mit der Ladeinfrastruktur und der Stromleistung gibt. Auch da lag er komplett falsch. Für einen Elektrotechniker war das ein gefundenes Fressen. Und deshalb gab es diesen Gastbeitrag von Axel Evers, vielen Dank dafür.

Prof. Lesch, Elektrotechnik und die Ladesäulen

Zum Thema eAuto-Mythen finden sich inzwischen 25 Artikel in Energiewende-Rocken. Einen möchte ich dabei noch mal hervorheben, denn bisher hat es die Öffentlichkeit und auch der Journalismus immer noch nicht verstanden. Die Frage ist, wie viel Strom werden wir für die eAutos brauchen?  Und die Antwort lautet, 7,2% von der Strommenge die wir jetzt verbrauchen. 

Elektroauto – Die Zahl des Tages – 7,2 %

Ich würde mir sehr wünschen, dass diese elendige Diskussion nun bald beendet ist. Das eAuto setzt sich durch, egal wie viele Menschen jetzt noch dagegen sprechen. Viel spannender finde ich eine Diskussion, die wir längst hätten beginnen müssen, die Frage der Effizienz bei eAutos. E-Antriebe sind sehr effizient. Die Frage wäre dann allerdings, ob man wirklich aus diesem Grund beim Gewicht und beim Luftwiderstand alles vernachlässigen kann. Effizienz hat auch etwas damit zu tun wie effizient wir mit dem Rohstoffverbrauch umgehen, um meist nur eine Person von A nach B fahren zu lassen. 

Zur Anregung dieses Video. 

Olaf Schukowski schreibt dazu in der Europaeischen-Energiewende-Gruppe:

 
Elektrisch hin oder her -> Autos müssen, wenn man denn wirklich (!) auf eins angewiesen ist, nach den Gesetzen der PHYSIK gebaut werden
-> das bedeutet
1.) CW Wert
2.) Stirnfläche
3.) Gewicht
alle drei MÜSSEN so gering wie nur irgend möglich gehalten werden. Ein Beispiel dafür, wie das gelingen kann ist übrigens der Aptera.
 
Wenden wir uns also recht bald den wichtigen Themen zu. Wir müssen die Energiewende umsetzen, schnell und effizient. Das geht nur mit einer dezentralen Energiewende bei der alle Bürger mitgenommen werden. 
Arbeitsplätze werden dadurch in hoher Anzahl geschaffen, die Sache wird viel billiger als wir glauben und ist alternativlos. 
 
Sonnige Grüße, Euer
Klaus Müller
 

 

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6 Antworten auf „Harald Lesch hat’s eingesehen – eAuto-Mythen“

Grundsätzlich hat Herr Lesch sicher Recht mit seiner Meinung, dass durch Verzicht auf Mobilität allgemein und individueller Mobilität im speziellen der Klimawandel verzögert oder abgewendet werden kann. Er übersieht dabei aber das Bestreben der Menschen, sich das Leben so leicht und angenehm wie möglich zu machen. Selbst wenn wir das in Deutschland so erreichen würden, würden wir das sicher nicht in die Entwicklungsländer übertragen können. Die Menschen dort wollen auch etwas vom Kuchen und sehen nicht ein, dass wir Mitteleuropäer alle Annehmlichkeiten haben, während sie keine Chance haben, sich ihr Leben gleichermaßen zu vereinfachen. Angenommen, wir würden flächendeckend einen steuerfinanzierten Nahverkehr haben. Wenn wir dieses Modell dann in die Weiten Afrikas, Südamerikas und in den Fernen Osten projizieren, dann wird weltweit der Energiehunger gegenüber heute um ein Vielfaches steigen! Die Alternative für uns: hin zum Ochsenkarren und zum Fahrrad – das würde dem Klima sicher helfen. Aber sind wir bereit, so weit zurück zu stecken?
Es ist ein alter “grüner” Irrglaube, der durch Verbote und auch durch freiwilligen Verzicht die Zerstörung der Umwelt zu verhindern sucht. Nein, die Alternative liegt in der Technologie. Wir müssen technische Lösungen schaffen, die Sonnenenergie so zu nutzen, dass sowohl bei uns als auch in der dritten Welt genügend Potential vorhanden ist, die Menschen mobil zu machen.

Vielen Dank lieber Klaus Müller,

ohne Sie gingen viele gute Impulse an mir vorbei.
Im Interview (126.823 Aufrufe) lässt sich dennoch an einigen Stellen gut erkennen das Prof. Lesch sich nur wenig eigene Gedanken zur eMobilität gemacht, aber ein Anfang ist gemacht.
Fragt sich auch, ob Josef M. Gaßner nicht ein toller Referent und einer Einladung an Ihn gut ist?

lLesch hat NICHTS verstanden und bleibt ein Idiot. Niemand muss Energie sparen, wenn man sich diese von Wind, Sonne und Wasseekraft holt. Pro Minute prallt mehr Energie von der Sonne auf unseren Erdball, als die Menschheit pro Jahr verbraucht. Lesch sollte sich mal Hermann Scheer anhören und zu verstehen versuchen, was die Dezentralisierung eines erneuerbaren Energiesystems gesellschaftspolitisch bedeutet

+++Niemand muss Energie sparen, wenn man sich diese von Wind, Sonne und Wasseekraft holt. Pro Minute prallt mehr Energie von der Sonne auf unseren Erdball, als die Menschheit pro Jahr verbraucht. Lesch sollte sich mal Hermann Scheer anhören und zu verstehen versuchen, was die Dezentralisierung eines erneuerbaren Energiesystems gesellschaftspolitisch bedeutet++ Fragt sich nur welche politischen Parteien seit 40 Jahren die Patente die die Verbreitung verhindern, unterstützen….Alle UmweltministerInnen Österreichs haben jahrzehnte nix gemacht um auf jedes neu Dach ( je nach Lage) eine Solar oder Fotovoltaikanlage vorzuschreiben (o,5 % der Baukosten.,….) ich habe das seit 1978 selbstgebaut Dach 4m2 Warmwasseranlage und seit 10 Jahren Fotovoltaik und liefere etwas Strom ins Netz….+++

7,2% der jetzigen Strommenge…Schaut einfach mal auf Smard.de. Da seht Ihr eine rote Linie. Diese Linie zeigt den Stromverbrauch an. Und nun schaut einfach, an wie vielen Tagen und Stunden im Jahr diese rote Linie nicht durch unser aus Kohle-, Wasser-, Atom-, Solar- und Windstrom bestehendes Gebirge lief, sondern durch das weißes Feld. Immer dann, wenn die rote Linie durch dieses weiße Feld läuft (10./11./15./16.11.21), haben wir nur deshalb keinen BLACKOUT, weil wir Kohlestrom aus Polen und Atomstrom aus Frankreich einkaufen. Wenn auch dort der Strombedarf infolge Elektromobilität steigt- wer rettet uns dann vorm BLACKOUT?
Laut Statistik sitzen in einem in D fahrendem Auto durchschittlich 1,2 Personen. Wir fliegen seit Jahrzehnten ins Weltall, aber um 1,2 Personen (90kg?) von A nach B zu bringen, müssen wir noch immer mehr als 1000kg Auto in Schwung bingen und es werden jedes Jahr mehr. Ein heutiger Polo ist größer, als der Golf der 1. Generation. Wieviele PKW gab es 1970in D? Am 1.1.2021 waren es ca. 47Millionen. 47 Millionen Elektro-PKW in Deutschland, aber wir protestieren gegen Windräder ???????

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