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Der kurze Blick – Gas sparen mit Kaugummi

Last Updated 28. August 2022

Wie war das denn nun, wir wollen doch Gas sparen, oder? Derzeit scheint das aber alles falsch zu sein. Wir haben nämlich ein Problem und das befindet sich in Frankreich. Frankreich hat eine Menge Schrottreaktoren, also Atomkraftwerke, die überaltert sind. Sie müssen gewartet oder repariert werden, und die, die noch laufen, haben oft das Problem, dass zu wenig Wasser in den Flüssen zum Kühlen der Kraftwerke ist.

Der kurze Blick – Gas sparen mit Kaugummi

Also gibt es einen sehr großen Strommangel. Eigentlich müsste Frankreich an vielen Stellen längst den Strom abgedreht haben, aber man hat ja den europäischen Stromhandel und die Strombörse. Dementsprechend hat man sich schnell dort mit dem nötigen Strom eingedeckt, auch wenn die Preise dort aktuell ultrahoch sind, ganz nach dem Motto egal was es kostet, her mit dem Saft.

Und dann findet sich natürlich jemand, der bereit ist, etwas mehr “Gas zu geben” oder soll ich lieber sagen “Gas zu spenden”? Deutschland ist dann glücklicherweise eingesprungen, nur waren die vorhandenen Kapazitäten eigentlich anders eingeplant. Wir wollten doch eigentlich Gas sparen, oder hatte ich das alles falsch verstanden, das kann ja vorkommen in den Zeiten der Zeitenwende.

Und nun produzieren wir mit Gaskraftwerken, die eigentlich eher für den schnellen Ausgleich gedacht sind, also wenn mal kurzfristig Strom fehlt (genau genommen, mit Spitzenlastkraftwerken für die Dunkelflaute), Dauerstrom für Frankreich. Und natürlich braucht das ordentlich viel Gas, das wir doch aber für die Dunkelflaute im Winter bräuchten. Da muss Putin jetzt aber nachbessern, oder wie machen wir das, mit LNG und Frackinggas aus den USA oder mit moralisch einwandfreiem Gas aus Katar, wo Menschenrechte eher für die eine männliche Hälfte der Menschheit, der männlichen, gedacht sind?

Währenddessen aber sendet das ZDF die Mär vom Blackout wegen der Erneuerbaren, gern auch in Dauerschleife. Wir wissen doch, dass die Energiewende sowieso gar nicht gehen kann, weil wegen, “wenn kein Wind weht…” und so…

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Dieses Kaugummi ist derart eklig, weil seit Jahren ausgelutscht und das ZDF bzw. deren Umweltredaktion macht eine Neuauflage nach der anderen, die werden einfach nicht müde. Aber hier steigen die Gaspreise, weil wir anscheinend nicht in der Lage sind Gas sparen zu wollen.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/gaskraftwerke-strom-produktion-juli-frankreich-101.html

Die Tagesschau schreibt: “Gaskraftwerke in Deutschland haben im Juli deutlich mehr Strom produziert als im Vorjahresmonat. In diesem Juli stieg die erzeugte Strommenge auf 4036 Gigawattstunden von 3558 Gigawattstunden im Juli 2021. Das entspricht einem Anstieg von 13,5 Prozent, wie aus dem Strommarktdatenportal Smard der Bundesnetzagentur hervorgeht.
Bereits im Mai dieses Jahres lag die erzeugte Strommenge deutlich über der des Vorjahres, im Juni allerdings etwas darunter. Blickt man in das Jahr 2020, liegen die Zahlen aller drei Monate wiederum deutlich über allen Werten von 2021 und 2022. So erzeugten etwa Gaskraftwerke im Juli 2020 insgesamt 5888 Gigawattstunden Strom.”

Und unser FDP-Lindner dreht das ganze durch Verkürzung um (auch so ein Kaugummi, das nicht mehr schmeckt): ”

Gaskraftwerke in Deutschland haben im Juli deutlich mehr Strom produziert als im Vorjahresmonat. In diesem Juli stieg die erzeugte Strommenge auf 4036 Gigawattstunden von 3558 Gigawattstunden im Juli 2021. Das entspricht einem Anstieg von 13,5 Prozent, wie aus dem Strommarktdatenportal Smard der Bundesnetzagentur hervorgeht.
Bereits im Mai dieses Jahres lag die erzeugte Strommenge deutlich über der des Vorjahres, im Juni allerdings etwas darunter. Blickt man in das Jahr 2020, liegen die Zahlen aller drei Monate wiederum deutlich über allen Werten von 2021 und 2022. So erzeugten etwa Gaskraftwerke im Juli 2020 insgesamt 5888 Gigawattstunden Strom.”

Dabei hat sich der ”

Stromexport nach Frankreich fast versechsfacht

Der Branchenverband Zukunft Gas vermutet als Grund für das aktuelle Plus eine stark erhöhte Stromnachfrage aus Frankreich, wo derzeit zahlreiche Atomkraftwerke nicht am Netz sind, sowie aus der Schweiz. Dort kann derzeit wegen der Dürre nicht so viel Strom aus Wasserkraft produziert werden.
Bereits im zweiten Quartal habe sich der Stromexport aus Deutschland nach Frankreich gegenüber dem Vorjahr fast versechsfacht. Beim Export in die Schweiz betrug der Anstieg sogar mehr als das Sechsfache. “Diese Strommengen wurden zum Teil wohl mit Gaskraftwerken produziert und exportiert”, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.”. Zitat Ende

Sonnige Grüße
Klaus Müller

Blogger für Klimaschutz und Energiewende
Energiewende-Rocken und eemag

 

 

 

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2 Antworten auf „Der kurze Blick – Gas sparen mit Kaugummi“

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