Betroffenheit und Verdrängung

Lord have Mercy ist die kleine Reihe, die auf Missstände, Missverständnisse und miserable Entwicklungen aufmerksam machen soll. Unser heutiges Mercy geht um Betroffenheit und Verdrängung beim Klimaschutz.

Es mag ja in einigen Kreisen möglicherweise als schick gelten gegen Windenergie zu sein. Aber es ist kein Spiel mehr. Betroffene fühlen sich betroffen und eine korrupte Antienergiewende-Lobby liefert ihnen die Argumente, wie sie ihre Betroffen sein noch besser begründen und artikulieren können.

Der einzige Grund der bleibt, denkt man einmal über das Betroffen sein von uns allen und nachfolgenden Generationen nach, ist NICHT die Verschandelung der Landschaft, es ist NICHT die Beeinträchtigung durch Schlagschatten, denn darauf achten die Behörden, es ist auch NICHT eine unangemessen hohe Zahl von Vögeln, die getötet werden oder die Klage über Infraschall, der zu hause auch aus dem Kühlschrank kommt, es ist auch NICHT der Wertverlust von Häusern, wenn überall im Land Windräder doch bereits nichts fremdes sind.

Betroffen sind wir alle

Betroffen sind wir alle vom Klimawandel. Wirklich und real und mit Konsequenzen, die für manch einfältiges Hirn vielleicht nicht vorstellbar sind, die es aber gilt zu begrenzen, so gut es geht und so schnell es geht, denn wir haben nur ein kleines Zeitfenster. Tun wir das nicht, dann werden wir alle eine Betroffenheit erleiden, die ich keinem wünsche. Wir kennen die Betroffenheit jetzt nur aus dem Fernsehen. Das ist weit weg, und die Menschen die dort unfassbares Leid ertragen sind auch weit weg.

Im Moment fühlt sich die diesjährige Missernte wie ein Wetterphänomen an. Und wir werden das überstehen. Es ist Peanuts gegenüber dem was zukünftige Betroffenheit sein wird.

Was sind diese Proteste? Es ist das Nimby-Syndrom in Teilen einer Gesellschaft, die sich ein exklusives Luxus-Leben als erstrebenswert in die Werbeprospekte ihres Konsums drucken lässt. But not in my backyard steht in diesen Prospekten.

Dazu möchte ich Ulrich Kasparick, den Gründer der Initiative “Für unsere Enkel org” zitieren, dem wir für seine Initiative sehr zu Dank verpflichtet sind:

“Gegenwärtig sehen wir die Folgen einer nur 1 Grad wärmeren Atmosphäre. Wir steuern aber auf eine 4 Grad wärmere Welt zu, weil weltweit faktisch kein Klimaschutz stattfindet.
Wir sehen erst den Anfang von dem, was da auf uns zukommt und die Kosten gehen jetzt schon in die Milliarden.
Steuert die Welt diesen Kurs weiter, wird beispielsweise in großen Teilen Afrikas zum Ende des Jahrhunderts (also in 70 Jahren) Landwirtschaft nicht mehr möglich sein.
Und dann, verehrte Freunde – dann reden wir mal über Migration.”

Nicht unterkriegen lassen

Euer Klaus Müller

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