Fake News: Mehr Klicks für Klimamskeptiker

Neufassung 28. Sept. 2017


Leider ist das Netzwerk bezahlter Klimaleugner sehr aktiv und erfolgreich. Wie und wo es überall unterwegs ist, ist vielen kaum bekannt und muss unbedingt auch in Deutschland aufgedeckt werden. 
Wiki-Klimaskeptizismus

Klimaskeptizismus für Wirrköpfe

Wenn man danach fragt, wie viel Zeit uns für Klimaschutz denn noch bleibt, so gibt es nur eine Antwort: Keine. Um so schlimmer, dass einige Wirrköpfe Diskussionen aufwerfen die wir eigentlich nicht mehr führen brauchen.
Wenn man beispielsweise in Youtube das Suchwort Klimawandel eingibt, bekommt wesentlich mehr Videos von Klimaleugnern/Skeptikern vorgeschlagen als seriöse Videos zum Thema.

Trump, die AfD und der Klimawandel

Ähnlich verhält es sich in anderen sozialen Medien. Denn dort erhält man auch sehr schnell den Eindruck, dass die Frage, ob der Klimawandel von uns Menschen verursacht wird, noch zur Debatte stünde. Und in der Tat war das noch vor 30-40 Jahren so. Jedoch wurden in den 1990er Jahren alle Zweifel nach und nach ausgeräumt. Und deshalb kann es aus wissenschaftlicher Sicht keine begründeten Zweifel mehr geben.

Aber trotzdem haben der neue Präsident der USA, Donald Trump, und nun auch auch die AfD in Deutschland, die Sache wieder aufgeworfen. Aber nicht nur die; inzwischen äußern sich sogar einige FDP- und CDU-Politiker skeptisch zum anthropogenen Klimawandel.

Jedoch kommen wir in der Sache nicht weiter, würden wir uns hier die Frage stellen, wer wohl der oder die größeren Wirrköpfe sind.

Wissenschaft ist keine Glaubenssache

Tatsächlich sind die Beweise aus wissenschaftlichen Studien mehr als erdrückend.
Wissenschaftliche Studien und Forschungsberichte werden immer gegengeprüft und nur dann werden sie veröffentlicht. Das Verfahren dazu nennt sich Peer Review (peer-reviewt, englisch von Peer, Gleichrangiger und Review, Gutachten), auch Kreuzgutachten. Das ist die im Wissenschaftsbetrieb angewandte Spezialform des Peer-reviews. Dabei werden unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen, um die Eignung zur Veröffentlichung zu beurteilen. Peer-Review ist ein wesentliches Element moderner Wissenschaft und dient der Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Publikationen.)

Fest steht: Mehrere unabhängige Untersuchungen kommen zu dem Schluss: 97% aller Klimawissenschaftler, die aktuell fachlich begutachtete Studien veröffentlichten, stimmen darin überein, dass wir Menschen die globale Erwärmung verursachen. Damit ist die Kritik der Klimaskeptiker nicht mehr haltbar.

Medien

Aus welchem Grund kommt es dann aber dazu, dass die Argumente von selbsternannten Klimaexperten, die niemals einem Peer Review standhalten könnten, in den sozialen Medien, als auch in den normalen Medien, so ein gewaltiges Übergewicht bekommen?

Man kann nun die Frage untersuchen, was sind genau die Argumente der Skeptiker und wie sehen die Gegenargumente aus? Viel spannender ist aber die Frage, weshalb wesentlich mehr Berichte von Seiten der Skeptiker auftauchen als seriöse Berichte? Und wie verbreiten sie sich in bestimmten Kreisen und Medien und immer sehr schnell mit immer wieder neuen Fragestellungen oder Behauptungen? Zuletzt machte z.B. die Falschbehauptung die Runde, in Grönland hätte man im Mittelalter Wein angebaut.

Im ersten Moment der Problemnäherung könnte eine Antwort lauten: vielleicht ist es Sensationsgier und die Hoffnung, dass man sich vielleicht doch noch um eine schlimme Erkenntnis drücken könnte und es würde doch alles ganz nicht so schlimm kommen?
Hierzu aufklärender Bericht von der Internetseite Klimafakten

Auf den Seiten Klimafakten.de finden wir eine Antwort.
02.12.2016

„Fake News“: Mehr Klicks für Klimamythen als für seriösen Journalismus

DeSmogBlog

Ein kanadischer Umwelt-Blog hat analysiert, was auf Facebook&Co. im vergangenen halben Jahr der meistverbreitete Text zum Klimawandel war. Ergebnis: ein mehr als windiger Artikel darüber, dass die ganze Erderwärmung ein Scherz sei.

„Fake News“, also als Nachrichten getarnte Falschmeldungen und ihre lawinenhafte Verbreitung in den sogenannten Sozialen Netzwerken sind spätestens seit Donald Trumps Wahlsieg ein großes Thema. Unter dem Begriff versteht man Texte, die im Stil klassischer Nachrichten daherkommen, deren Inhalt aber (oft komplett und absichtlich) erfunden ist – manchmal mit offenbar politischen Zielen, manchmal  eher mit kommerziellen Absichten. Mitte November sorgte eine Untersuchung für Aufsehen, dass im US-Präsidentschaftswahlkampf solche „Schwindel-Meldungen“ auf Facebook & Co. erfolgreicher waren als Nachrichten aus seriös arbeitenden Medien. Für die politische Meinungsbildung und öffentliche Debatten, warnen Kommentatoren, könne das schwerwiegende Folgen haben.

Dass erfundene Nachrichten besonders attraktiv sind, zeigt sich auch beim Thema Klimawandel, berichtet nun das kanadische Online-Magazin DeSmogBlog. Es recherchierte mithilfe der Analyse-Plattform BuzzSumo, welche Texte innerhalb der vergangenen sechs Monate weltweit in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ die weiteste Verbreitung fanden. Das Resultat: Als mit Abstand erfolgreichste „Nachricht“ entpuppte sich eine, die den Klimawandel als Erfindung bezeichnete. Einzige Grundlage für diese „Meldung“ war eine bereits von 1998 stammende Unterschriftensammlung.

Immerhin, auf Platz zwei folgte ein Text aus der renommierten Los Angeles Times. Er handelte davon, dass Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown ungeachtet des Wahlsiegs des bekennenden Klimawandelleugners Trump an seinen Klimaschutzplänen festhalten wolle. Dieser Artikel jedoch kam auf lediglich ein Drittel der Klicks der „Fake News“.

Wirtschaftliche Interessen

Es sind also Konzerninteressen, die diese Flut an Meldungen hervorbringen und es ist tatsächlich gar nicht so einfach aufzuklären, wer, wie, wo und mit wem zusammenarbeitet oder aus reiner Unwissenheit einfach nur Phrasen weiterreicht, die er nicht hinterfragt hat. Und auch hier braucht  es oft viel Zeit, bis sich die Sachen verdichten, die Zusammenhänge, Akteure, Ziele, unterschiedliche Vorgehensweisen identifiziert werden und vor allem das geschickte Vorgehen überhaupt verstanden werden kann.

Und tatsächlich stehen wir noch am Anfang. Als ich diesen Artikel am 2. Febr. 2017 das erste mal veröffentlichte, habe ich auch das folgende Inhaltsverzeichnis zur Wikipedia-Seite zum Klimaskeptizismus verlinkt. Aber jetzt gibt es einen beträchtlichen Unterschied zum alten Inhaltsverzeichnis. Es ist nach 7 Monaten nun  fast doppelt so lang und ausführlich. Vorher hatte es nur 6 Hauptpunkte und sehr wenige Unterpunkte. Dementsprechend sind sehr viele neue Dinge hinzugekommen. Und so haben wir nun eine enorme Fundgrube mit einer tollen Bandbreite und Tiefe und vielen neuen Erkenntnissen erhalten. Das ganze kommt einer aufwendigen Detektivarbeit gleich und birgt faszinierende neue Aspekte.

Wikipedia zum Klimaskeptizismus

Eine sehr gute Zusammenfassung mit umfangreichen Material finden wir auf Wikipedia. Hier das

Inhaltsverzeichnis

Eine weitere gute Sammlung bietet die Blogseite atomkraft ENDE darmstadt

Unter diesem Link findet man ein PDF, das von der Blogseite atomkraft ENDE darmstadt http://atomkraftendedarmstadt.blogsport.de veröffentlicht wurde. Die umfangreichen Hinweise, Auflistungen und Links geben ebenso einen Eindruck von der sehr großen Verbreitung dieser Fakes.

Auch wenn die vielen FakeNews sehr ärgerlich sind, so entlarven sie jedoch Diejenigen, die sich an exponierter Stelle viel mehr um richtige Informationen hätten bemühen müssen, damit sie sich nicht vor den falschen Karren sperren lassen. Deshalb also, nicht unterkriegen lassen.
Let the Sunshine in
Klaus Müller

Veröffentlicht in Energiewirtschaft, Klima, Lobby, Medien Getagged mit: ,
2 Kommentare zu “Fake News: Mehr Klicks für Klimamskeptiker
  1. Johann Hermann sagt:

    Und der Klimawandel ist dennoch nicht Mensch gemacht, sondern wird nur Dramatiesiert, damit man die Menschen wie ( Hühner ) aus nehmen /schröpfen kann, es gibt diesbezüglich auch Wissenschaftliche Bewei se, für das was ich schreibe/behaupte.

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