Der Mittelstand will die Energiewende

Der Mittelstand will die Energiewende

Last Updated 5. November 2020

Der Mittelstand will die Energiewende, nur hat das BMWi mit seinem Chef Peter Altmaier das anscheinend noch nicht entdeckt. Die Vorlage des Bundesministeriums für Wirtschaft – BMWi, zum Gesetzentwurf des EEG2021 gab bereits für fiele Organisationen Anlass dagegen Sturm zu laufen. 79 mitzeichnende Organisationen verzeichnete z.B. der Runde Tisch, der Erneuerbaren Energien mit seinem Brief an die Bundestagsabgeordneten. Aber das sind bei weitem nicht alle, denn der Protest kommt aus allen Richtungen. Nun rührt sich auch der Mittelstand. 

Am 30. Okt. 2020 schrieben einige Zeitungen mit der Überschrift: 

Ohoven: EEG-Novelle „Frontalangriff auf den Mittelstand“

über die Sicht des Mittelstandes zur Energiewende.

Gemeint ist Mario Ohoven der Präsident des deutschen Mittelstandes, der sich sehr eindeutig für die Energiewende und den Einsatz von erneuerbaren Energien einsetzt. 

Zur heutigen Beratung im Bundestag des Entwurfs zur Änderung des EEG erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven:
“Die EEG-Novelle kommt einem Frontalangriff auf den Mittelstand gleich. Wir lehnen vor allem den Ausschreibungszwang für kleinere Photovoltaik-Dachanlagen ab. Dieser mindert die Attraktivität von Investition in Erneuerbare Energien in besorgniserregendem Maße […]
Kleinen und mittelständische Unternehmen dürfen nicht für ihre Anstrengungen zu einer nachhaltigen Energiegewinnung durch diese Novelle bestraft werden. Eine Änderung der EEG-Novelle ist daher dringend geboten, um die nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung in Deutschland zu sichern.”

Die großen Stromkonzerne sind nur eine verschwindend kleine Minderheit in der Energiewende

Eigentümerstruktur PhotovoltaikanlagenWir müssen uns immer wieder klarmachen, die Energiewende ist das Werk der Bürger, der Landwirte und des Mittelstandes und das wusste Ohoven. Wenn Energiewende weiterentwickelt wird, so wie es in der EEG-Novelle 2021 diskutiert wird, dann muss uns allen klar sein, das kann ohne die Bürger nicht gehen. Und wenn die Bürger die Erneuerbaren so billig gemacht haben, dann haben sie das Recht nun auch von der Energiewende zu partizipieren, und zwar alle, die Armen und die Reichen. Alleine aus sozialen Gründen kann man die Bürger nicht aus der Energiewende ausschließen. Aber auch die Überlegung, sehr schnell den nötigen Klimaschutz hinzubekommen, kann nur über die Dächer der Häuser und Mietshäuser in Deutschland führen. “Macht die Dächer voll und genießt die günstige Energie der Sonne”, das muss die Parole werden und nicht, “haltet die Bürger aus der Energiewende raus, wir werden sie ihnen madig machen”. 

Wenn die ganze Zeit den Bürgern vorgegaukelt wird, die Energiewende wäre teuer, obwohl die Erneuerbaren immer billiger werden, wenn Instrumente geschaffen werden, die es so aussehen lassen, als wäre die Energiewende Verursacher hoher Strompreise, siehe #eegParadoxon, wenn bei der größten Pleitewelle, die Deutschland nach dem Krieg erlebt hat, der Solarpleitewelle mit jetzt > 100.000 Jobverlusten, weggeschaut wird, dann muss man davon ausgehen, das hier gewaltig etwas nicht stimmt. 

Der Klimaschutz muss als Staatsziel ins Grundgesetz. Dazu braucht man eine 2/3 Mehrheit in Bundestag und Bundesrat. Die Bürger verstehen so langsam, es wird ernst und Klimaschutz und Energiewende sind die wichtigsten Dinge die wir jetzt zu erledigen haben. Zitat frei nach Daniel Kray: “Im Moment hat man das Gefühl die Regierung meint, wir gehen in die Bäckerei, um ein paar Brötchen zu holen. Nein wir wollen kein einzelnes Brötchen, wir wollen die ganze Bäckerei”. 

Am 1. Nov. 2020 starb Mario Ohoven bei einem Verkehrsunfall. R.I.P.

Sonnige Grüße
Klaus Müller

Energiewende-Rocken und eemag

 

 

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