Frau Merkel – Greta – und die Arbeitsplätze

Frau Merkel – Greta – und die Arbeitsplätze
Merkel und Greta Thunberg - Bildkollage

Frau Merkel erklärt uns die Welt und die Zukunft der Arbeitsplätze.

Die Bundesregierung hat am 02.03.2019 eine Antwort der Kanzlerin auf die Forderungen junger Klimaaktivisten von #FridaysForFuture veröffentlicht.

Merkel:
Es gibt Herausforderungen, die kann man weltweit nur gemeinsam bewältigen und dazu gehört auch der Schutz unseres Klimas.

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Schön Frau Klimakanzlerin. Sie wissen um die Bedeutung von Vorreitern? Deutschland hatte ja einmal eine sehr wichtige Rolle als Vorreiter beim Klimaschutz. Soll das heute nicht mehr gelten? Sind Vorreiter nun unwichtig? Sollen die nicht zeigen das Dinge gehen, wo andere immer noch glauben sie gingen nicht?
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Merkel:
Internationale Abkommen, wie das Pariser Abkommen sind das eine. Aber ganz konkrete Ziele, um eine übermäßige Erderwärmung zu verhindern, sind das andere.

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Steht das eine mit dem anderen nicht in einem ganz konkreten Zusammenhang? Möchten Sie den jetzt aufweichen, Frau Kanzlerin?
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Merkel:
Deshalb haben wir uns in der Europäischen Union das Ziel gesetzt, die CO2-Emmissionen bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren.

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Klimawissenschaftler sagen dagegen, dass dieses Ziel lange nicht mehr ausreicht.
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Frage: Warum hat die Bundesregierung eine Europäische Klimaschutzinitiative gegründet?

Merkel: Die Bundesregierung hat eine Europäische Klimaschutzinitiative gegründet, weil wir nicht nur zuhause hier unsere Maßnahmen durchsetzen wollen, sondern auch schauen wollen, wie unsere Nachbarn und andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihre Ziele erreichen.

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Gut, aber “schauen” könnte man auch ohne diese Klimaschutzinitiative.
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Merkel:
So können wir davon lernen, wenn Polen etwas tut für eine bessere Wärmeeffizienz, genauso wenn Grichenland mit 80 Pilotschulen sich um bessere Energieeffizienz bemüht.

Voneinander Best Practice – beste Praktiken – also lernen, das ist das Ziel um auf einem guten Weg und einem erfolgreichen Weg die Klimaschutzziele zu erreichen.

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Auch das ginge ohne diese Initiative.
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Frage: Wie stehen Sie zu Initiativen wie “Fridays for Future”, die sich für den Klimaschutz engagieren?

Merkel: Wir können unsere Klimaschutzziele nur dann erreichen wenn wir auch Rückhalt in der Gesellschaft haben. Deshalb begrüße ich es sehr, dass junge Menschen, Schülerinnen und Schüler demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell etwas für den Klimaschutz zu tun. Ich glauben dass das eine sehr gute Initiative ist.

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Sorry, Frau Merkel, da mahnen junge Menschen nicht nur, da fordern junge Menschen Sie dazu auf nicht ihre Zukunft zu verspielen, denn wir haben keine Zeit mehr zu verlieren, sagt uns seit Jahren die Klimawissenschaft. Und verstärkt sagte sie das mit ihrem Weckruf des IPCC Ende letzten Jahres. Das ist keine drei Monate her. Haben sie das vergessen?
Deshalb geht es nicht darum “etwas” zu tun, sondern endlich einen umfassenden Plan vorzulegen, und das was Sie bisher vorlegten ist unzureichend. Das sagte die Wissenschaft und das sagen die jungen Menschen.
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Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft

Merkel:
Ich weiß, dass Schülerinnen und Schüler sich manches schneller wünschen, zum Beispiel den Ausstieg aus der Kohle. Da muss ich allerdings als Regierungschefin auch darauf hinweisen, dass wir natürlich vieles bedenken müssen: Wir müssen Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf der einen Seite mit den Zielen des Klimaschutzes versöhnen?

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Wie bitte Frau Merkel? Was und wen müssen wir versöhnen? Welche zwei Mannschaften kämpfen da gegeneinander? Mit dem Klimawandel lässt sich nicht verhandeln und man kann sich auch nicht mit ihm versöhnen. Bleibt also nur eine Mannschaft übrig: Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft. Dagegen hat die damalige Bundesregierung ja schon einmal einen Schlag unternommen. Damals als es um die Solarbranche ging und mehr als jetzt 80.000 Arbeitsplätze erhalten hätten werden müssen, Sie aber tatenlos zuschauten wie sie vernichtet wurden. Und jetzt haben sie plötzlich um 20.000 Arbeitsplätze Angst?
Dazu kommt, dass auch die Windbranche bereits seit fast 2 Jahren vor einem Ausverkauf ihrer Arbeitsplätze warnt, obwohl wir da weltführend sind, was wir auch in der Solarbranche waren und wieder werden könnten.
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Merkel:
Deshalb haben wir eine Kommission eingesetzt, die aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammengesetzt war – aus Vertretern der Wirtschaft genauso wie aus Umweltverbänden und aus den Vertretern der betroffenen Regionen der Kohleabbaugebiete. Und dort ist es zu einer gemeinsamen Haltung gekommen. Man hat sich entschieden bis 2038 planbar und berechenbar den Kohleausstieg zu bewältigen in Deutschland.
Das scheint aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler vielleicht sehr lange, aber es wird uns sehr fordern und dafür werde ich, auch diese zu verstehen. Aber ich unterstütze sehr, dass Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen.

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Hier muss man zunächst einmal verstehen, dass die Umweltverbände mit diesem Ergebnis überhaupt nicht einverstanden waren. Sie bezeichnen das Ergebnis schlichtweg als völlig unzureichend, was die Klimawissenschaftler ebenso tun.

Wir kommen nicht drum herum: Klimaschutz ist keine Verhandlungssache. Klimaschutz muss höchste Priorität bekommen und zwar sehr schnell.

Fast ebenso schlimm, aber auf einer anderen Ebene, ist Ihr Verständnis, Frau Merkel, zu wirtschaftlichen Chancen und Arbeitsplätzen. Wir haben in Deutschland einen riesigen Arbeitsplatzsektor, den sie offensichtlich vernachlässigen, den der Erneuerbaren Energien.

Zitat, hier klicken: Erneuerbare Energien sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen Jobfaktor geworden. Fast 340.000 Menschen sind durch die Produktion, Installation und Betrieb von Erneuerbare-Energien schon in Lohn und Brot (Stand 2016). Insbesondere strukturschwächere Regionen kam der Ausbau Erneuerbarer Energien zugute, hier konnte eine große Anzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen werden.

Lesen sie die Studien nicht die Ihre Regierung in Auftrag gibt?

Prof. Eicke WeberDie Zahl der Arbeitsplätze könnte sehr schnell auf das doppelte bis dreifache wachsen wenn sie es wollten. Auch die Solarbranche könnten wir wieder “nach Hause” holen und sie zu einer weltweit prosperierenden Wirtschaftskraft ausbauen, ganz ohne dass der Staat viel dabei investieren müsste. Prof. Eicke Weber, langjähriger Leiter des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme (ISE), erklärt Ihnen das gern, hier klicken.

Liebe Frau Merkel, geben sie endlich ihre Blockadehaltung auf. Sie begehen schwerste Fehler. Die Jugendlichen, die sie hier auszubremdsen versuchen haben bereits Antworten auf das, was sie tun oder unterlassen:

Greta Thunber sprach vor der EU:
Wir müssen den CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 80 Prozent senken. … Wir müssen jeden Zentimeter unseres Seins auf den Klimawandel ausrichten. Denn wenn wir das nicht tun, dann werden alle unsere Errungenschaften und Fortschritte, die wir bisher erzielt haben, um sonst gewesen sein.

Die Taten unserer politischen Führer werden dann der größte Misserfolg der Menschheitsgeschichte sein. Und man wird sich an sie, als die größten Schurken aller Zeiten, zurück erinnern, weil Sie sich entschlossen hatten, nicht zuzuhören und nicht zu handeln.

Merkel und Greta Thunberg - Bildkollage

Merkel und Greta Thunberg – Bildkollage

Frau Bundeskanzlerin Merkel wollen Sie etwa zu diesen Schurken zählen?

Die jungen Leute haben längst begriffen, dass Sie weder vorhaben etwas gemeinsam für den Klimaschutz zu tun, noch überhaupt irgendetwas, denn Ihre Politik ist reines Greenwashing, es ist Lobbypolitik. Und solange sie davon nicht ablassen wird sich wohl auch nichts ändern.

Also Energiewende-Rocken, Frau Kanzlerin und sagen sie es ihrem Herrn Altmaier.

Sonnige Grüße
Klaus Müller

 

 

 

 

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