Wie geht Umwelt- und Klimaschutz und Gerechtigkeit?

Wie geht Umwelt- und Klimaschutz und Gerechtigkeit?

Eine klare Forderung der Jugendbewegung ist Umwelt- und Klimaschutz. Unterhält man sich mit Klimaskeptikern, so betonen die auf eine merkwürdige Art und Weise, dass Klimaschutz nichts mit Umweltschutz zu tun hätte. Sie betonen aber, sie wären auf jeden Fall für Umweltschutz. Dagegen wissen wir alle, der Plastikmüll, der in den Weltmeeren herum schwimmt wird aus Erdöl hergestellt. Und inzwischen findet er sich auch als Mikroplastik in die Nahrungskette wieder.

Tacho

https://www.live-counter.com/welterdoelverbrauch/ Hier können Sie sich die weltweite Förderung von Erdöl und Kohle ansehen.

Gleichfalls wissen wir, dass jede Verbrennung von Gas, Kohle oder Erdöl Rückstände hinterlässt, die die Umwelt belasten. Es mag vielleicht nicht allen klar sein, aber wenn wir weltweit pro Sekunde 171 Kubikmeter bzw. 1075 Barrel (also Fass) Erdöl verbrauchen, hat das Folgen. Pro Jahr werden rund 34 Milliarden Barrel Rohöl gefördert, das sind 5,4 Kubik-Kilometer. Das sind 93 Millionen Fass am Tag. Ein Barrel hat 159 Liter. Oben drauf kommen die Schadstoffemissionen aus Kohle und Gas.

Egal, ob man nun das CO2 als Verursacher des Klimawandels sieht oder nicht, im Sinne des Umweltschutzes kann es so nicht weitergehen.

Darauf, dass eine Erneuerbare Energieversorgung zu gleichen Kosten oder günstiger machbar ist, haben wir hier im Blog mehrfach hingewiesen. Nun gibt es eine weitere Studie, der der finnischen LUT University und der Energy Watch Group, die besagt, dass eine globale Energiewende bis zum Jahr 2050 sektorenübergreifend mit dem heutigen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist. Das Szenario der Studie erfüllt in diesem Zeitraum das 1,5-Grad-Ziel und senkt die CO2-Emissionen auf Null. Man sieht also, Klimaschutz und damit auch Umweltschutz, der die Auswirkungen der fossilen Emissionen betrifft, ist machbar. Wir, das heißt die Politik muss es nur wollen.

2.ForderungDie Frage der Gerechtigkeit

Dennoch ist die Frage der Gerechtigkeit der Kostenaufteilung sehr berechtigt. Und gerade die junge Umweltbewegung Fridays for Future weisen mit Nachdruck auf die soziale Problematik hin. Greta Thunberg sagte in Ihrer Rede vor der Europäischen Kommission in Brüssel in diesem Jahr: “Wir müssen aufhören, miteinander zu konkurrieren. Wir müssen kooperieren und zusammenarbeiten und die Ressourcen des Planeten auf faire Weise teilen. Wir müssen innerhalb der Grenzen des Planeten leben und uns auf Gerechtigkeit fokussieren …”. Damit ist nicht nur die Gerechtigkeit der reichen und armen Staaten untereinander gemeint, sondern auch die soziale Gerechtigkeit beim Tragen der Lasten innerhalb der Staaten.

Eine der wichtigsten Forderungen für ein Gelingen des Klimaschutzes ist eine CO2-Steuer, die so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden muss. Die CO2-Steuer ist eine Lenkungssteuer. Sie soll umweltfreundlichen Verhalten belohnen und umgekehrt Umweltverschmutzung mit hohen Steuern bestrafe und zum Umlenken anregen. Das Thema wird uns in den kommenden Wochen und Monaten begleiten und es stößt bisher weitgehend auf Unwissen und Unverständnis. Denn hier werden besonderen Ungerechtigkeiten und ein “Ausnehmen der Bürger” befürchtet. Dafür brauchen wir eine umfassende öffentliche Debatte. Und diese Debatte möchte Energiewende-Rocken beherzt nach vorn treiben und vor allem kritisch begleiten.

Prof. Felix Ekardt

Einer der sich bereits seit Jahren mit diesem Thema auseinander gesetzt hat, ist Prof. Felix Ekardt. Und ich denke sein kleiner Vortrag ist sehr gut geeignet um diese Debatte einzuleiten. Sehr spannend zu hören und wenn wir uns klar machen, dass wir eigentlich alle auf dieser Welt nur zu Gast sind und sie möglichst unverseert zu vererben haben und sehr gut auf sie aufpassen müssen, dann kommt sein sehr kluger Vortrag hoffentlich noch rechtzeitig. Immerhin macht er uns dabei auch Mut, indem er das Thema Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sehr leicht verständlich erklärt.

Also – bitte Klimaschutz und Energiewende Rocken

Euer Klaus Müller

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