Weshalb sie diesem Prof. in Sachen Energiewende nicht trauen können

Weshalb sie diesem Prof. in Sachen Energiewende nicht trauen können

Hans-Werner Sinn ist ein deutscher Ökonom. Er war Hochschullehrer und von 1999 bis 2016 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Einen Abriss seiner Forschungsgebiete finden Sie hier. Meine Kritik widmet sich seinem Wirken zur Beurteilung der Möglichkeit einer Energiewende und angrenzender Gebiete.

Im manager magazin bezeichnete Sinn die Energiewende in Deutschland als Irrweg und formulierte „Die einzige Hoffnung der Menschheit war die Atomkraft“. Auf verschiedenen Veranstaltungen hält Sinn regelmäßig kritische Vorträge zur Energiewende. Auf der Basis seiner angebotsseitigen Klimatheorie, wie sie in seinem Buch „Das grüne Paradoxon“ dargelegt wurde, und mit Hilfe eigener Berechnungen zur Volatilität des Wind- und Sonnenstroms stellt Sinn darin den deutschen Weg zur Energiewende in Frage. Der erste dieser Vorträge der in Youtube am 03.11.2014 veröffentlicht wurde heißt, “Energiewende ins Nichts”.

Energiewende ins Nichts

Wie der Titel vermuten lässt, verpasst er der deutschen Energiewende ein vernichtendes Urteil. Er rechnet Szenarien vor, die einzig den Schluss zulassen: Die Energiewende kann aus aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht gelingen. Nicht nur Fachleuten fiel in diesem Vortrag auf, dass er dort entscheidende Fehler machte. Beispielsweise versuchte er aus rein geografischen Gegebenheiten den Eindruck zu erwecken, die Aufstellung von nötigen Windrädern würde aus Platzgründen in Deutschland nicht möglich sein.

Noch verwegener waren seine wirtschaftlichen Verdrehungen, Unterschlagungen und sachlichen Fehler. Ich habe dazu im Forum der Facebookgruppe EUROPÄISCHE ENERGIEWENDE mehrere Diskussionen angeregt und immer wieder haben Fachleute bestätigt, Prof. Sinn hat sich die Sachen so hingezirkelt, dass es am Ende das Ergebnis herauskam, das er angepeilt hatte.

Prof Sinn und die Atomenergie

Auffällig war gerade in dieser Arbeit, dass er ständig versuchte die Kosten einer Energiewende mit den, nach seiner Meinung, viel geringeren Kosten von Atomenergie gegen zurechnen. Aber Ende 2017 veröffentlichte er eine neue Untersuchung mit einem Vortrag, mit dem Titel: Wie viel Zappelstrom verträgt das Netz? Bemerkungen zur deutschen Energiewende. Dort tauchten die Kostenvergleiche zu Atomenergie nicht mehr auf und die offensichtlichsten Fehler aus dem alten Vortrag auch nicht. Nun versuchte er mit einem neuen Anlauf und neuen Rechenmodellen das damalige hingezirkelte Ergebnis neu zu bestätigen.

Von vornherein stimmt er dabei sein Publikum auf sein Endergebnis ein. Zitat: “Die Frage, was so ein kleines Land wie Deutschland bewirken kann (im Klimaschutz), Herr Gafall sie haben das ja erwähnt, ich würde hinzufügen, wir tragen nicht nur wenig bei, sondern nichts… Und selbst Europa insgesamt kann ja gar nichts bewirken, denn die fossilen Brennstoffe, die wir nicht auf den Weltmärkten kaufen,  die kaufen dann halt andere und verbrennen sie…”.

Die Tricks der Professors

Autfteilung GesamtenergieverbrauchEr verweist dann auf seine Studie, die dem Vortrag zugrunde liegt: Buffering Volatility: A Study on the Limits of Germany’s Energy Revolution. Darin verwendet er eine selbst entwickelte Rechensimulation. Um einen seiner Fehler darzustellen, sehen sie rechts die Grafik der Deutschen Energieagentur. In der wird der Gesamtenergieverbrauch, also der gesamte Primärenergiebedarf dargestellt ist.  Die Endenergie, die sich daraus ergibt, ist die Energie, die am Ende für die einzelnen Sektoren aufgewendet werden muss. Wärme, Strom und Mobilität können mit wesentlich weniger Energie gewährleistet werden. Allein bei der Hausdämmung oder der Mobilität lassen sich ca. 2/3 des Primärenergieeinsatzes durch effiziente Maßnahmen vermeiden. Auch beim Strom ist die Einsparung sehr hoch, wenn man auf Kraftwerke verzichtet die ca. 2/3 Verluste durch Abwärme haben und Strom mit Erneuerbaren herstellt.

Die Tricks des Professor Sinn

Die Tricks des Professor Sinn – Hier vermischt Sinn, Primärenergiebedarf und Endenergie. Ziel des ganzen, die Energiewende als sinnlos hinzustellen. Sinnlos Herr Professor.

Wenn der “schlaue Prof. Sinn”, dann aber seinem Publikum eine solche Grafik präsentiert in der Endenerie und Primärenergie bunt miteinander vermischt sind und er dann mit der Behauptung aufwartet: Den ganzen Rest [zu schaffen] davon kann man träumen (…), das ist etwas für die nächste Generation, vielleicht mit Technologien, die wir heute noch nicht kennen.

Süffisant …

Wenn er dann noch sehr süffisant auf die Reaktion seines Publikums wartet, das dem Ganzen natürlich Glauben schenken muss, dann betreibt Sinn hier plumpe Demagogie.  Mit mehreren solcher Tricks wartet er in seinem Vortrag auf. Genau so wie er es auch schon im Vortrag Energiewende ins Nichts getan hat. Das er das unwissende Publikum dabei hinters Licht führt nimmt er bewusst inkauf. Anders ist nicht zu erklären, wie er die offensichtlich damals durchschauten Fehler aus dem alten Vortrag nicht mehr in den neuen Vortrag übernimmt und das auch verschweigt, bzw. es mit plumpen Ausreden überspielt. Man kann sich den Vortrag in Youtube, unter dem Titel “Wie viel Zappelstrom verträgt das Netz? Bemerkungen zur deutschen Energiewende”, ansehen.

Widerlegung

Dass der renommierte Prof. Sinn mit seinen Berechnungen, von dem was möglich ist, gewaltig abweicht, attestierten ihm die wissenschaftlichen Autoren der Studie, On the economics of electrical storage for variable renewable energy sources, Dr. Alexander Zerrahn, Dr. Wolf-Peter Schill und Prof. Dr. Claudia Kemfert. Und sie machen in ihrem Werk auf seine methodischen Schwächen  aufmerksam, die unter anderem dazu führten, dass seine Ergebnisse, bezüglich des notwendigen Ausbau von Stromspeichern, um bis zu zwei Größenordnungen von den Ergebnissen zahlreicher Fachstudien abweichen.

Sinn kann es nicht lassen

Screenshot Focus 18.04.2019Nun fährt Sinn die nächste unsinnige Studie auf. Focus Online berichtet:

Kölner Physiker und Hans-Werner Sinn behaupten: E-Autos sind schlimmer als Diesel.

Doch diesmal hat der Feine Herr Professor sich geschnitten. Während sich die bei der obigen Studie die Wissenschaftler um Claudia Kemfert sehr viel Mühe und Zeit gaben ihn grünlich zu widerlegen, bleibt diese Studie nur wenige Tage unbeantwortet. Die Reaktion ist um so heftiger. t3n-Online titelt und schreibt:

Große Kritik an neuer E-Auto-Studie des Ifo-Instituts

Der Ökonom Hans-Werner Sinn, langjähriger Leiter des renommierten Münchner Ifo-Instituts, hat gemeinsam mit den Wissenschaftlern Christoph Buchal und Hans-Dieter Karl die CO2-Bilanz im Verkehrssektor unter die Lupe genommen. Konkret wurde untersucht, wie sich Mercedes C 220d und der neue Tesla Model 3 in Sachen CO2-Ausstoß schlagen. Das für die meisten Experten verblüffende Ergebnis: Der CO2-Ausstoß des Elektromotors liege „im günstigen Fall um etwa ein Zehntel und im ungünstigen Fall um ein gutes Viertel über dem Ausstoß des Dieselmotors“.

Elektroauto: Andere Studien bescheinigen weniger CO2-Ausstoß

Interessanterweise war das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI vor etwa einem Monat zu einem genau entgegengesetzten Ergebnis gekommen. Die Studie „Die aktuelle Treibhausgasemissionsbilanz von Elektrofahrzeugen in Deutschland“ ergab, dass ein batteriebetriebenes Elektroauto in Deutschland deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht als Diesel und Benziner. Die Studie bescheinigte dem Elektroauto konkret „bis zu 28 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als ein Oberklasse-Diesel, bis zu 42 Prozent weniger als ein Kleinwagen-Benziner“.

Kein Wunder, dass sich umgehend teils scharfe Kritik an den Studienergebnissen von Sinn und seinen Mitautoren regt. Hauptkritik, etwa des Schweizer Ökonomen und Beraters Roger Rusch von CEO-Plus: Sinn und das Ifo-Institut hätten ihren Berechnungen die Verbrauchswerte nach dem NEFZ-Modell zugrundegelegt. Diese Werte hätten mit der Realität nicht viel zu tun. Zudem würden sie das E-Auto viel schlechter dastehen lassen als Diesel oder Benziner. Moderne Studien würden mit den Standards WLTP oder EPA rechnen. Zudem habe das Ifo-Institut die Daten der mittlerweile widerlegten sogenannten „Schweden-Studie“ aufgewärmt.

Das findet sich auch gleich in vielen anderen Online-Plattformen, so z.B. auch in emobicon. Hier schreibt man:

Elektroauto: Neue „Un-sinn“ Studie mit falschen Fakten und Zahlen

Ein Professor, der behauptet, das Elektroautos in Wirklichkeit den CO2 Ausstoss erhöhen. Es wird viel behauptet, manches weggelassen. Es erinnert an die Schwedenstudie, die bereits widerlegt wurde.

Ein Riesenaufschrei war es, als die Schwedenstudie veröffentlicht wurde. Schnell wurde klar: Da stimmt was nicht. Und in der Tat ist diese längst widerlegt. Falsch Zahlen oder falsche Argumente. Auch das Weglassen von Fakten verfälschten diese Studie, die nicht das war, wie es einstmals hieß. Ähnliches kann man nun von diesen neuen Behauptungen sagen. Denn diese Studie nimmt all das was entlastend ist nicht in die Überlegung und lässt alles das weg, was gegen Kraftstoff spricht. Widersprüche, falsche Zahlen, mangelnde Zusammenhänge. Der Aufschrei ist gross für Daten und Fakten die falsch sind ! Diese „Un-SINN“ Studie finden Sie HIER !

Diese Studie beweist nichts

Das Elektroauto wird in weiten Teilen der Gesellschaft als klimafreundlich angesehen. Der Kölner Physikprofessor Christoph Buchal widerspricht dem nun. Demnach senkt die Antriebsform nicht den CO2-Ausstoß, sondern erhöhe ihn. So die Behauptung. Die „Studie“ behauptet demnach, dass sobald der CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien und der deutsche Strommix in der Rechnung berücksichtigt werde, belaste ein E-Auto das Klima um elf bis 28 Prozent mehr als ein Dieselauto. Diese Behauptung wurde vom Ifo Institut in München veröffentlicht. Nur bewiesen haben sie nichts – im Gegenteil.

Diese Anhäufung von falschen Zahlen widerspricht sich und vor allem den echten Studien die in den vergangenen Monaten dazu veröffentlicht wurden.

Es lassen sich inzwischen mehrere Beiträge in den Online-Medien finden. Auch der Spiegel berichtet: Wie das Elektroauto schlechtgerechnet wird

Reputation

Das sind nur drei Stimmen zum neuen Machwerk für das Prof. Sinn seinen Namen hergegeben hat. Aber Sinn ist sich längst nicht zu schade seine Thesen auch in Klimaleugnerkreisen und bei anderen obskuren Veranstaltern vorzutragen. Vernunftkraft nennt sich eine Vereinigung die sich hauptsächlich gegen Windenergie engagiert. Diese hofft  genauso mit völlig verdrehten Darstellungen, Analysen und Berechnungen auf unaufgekläres Publikum. Dabei scheut man keineswegs die Nähe zu Klimaskeptikern und zur AfD. Im Gegenteil. Alles was gegen die Energiewende und damit gegen Klimaschutz ist, ist willkommen. Und Sinn hält auch auf dem “Symposium der Vernunft” wie sich “geschickter Weise” die Veranstaltung von Vernunftkraft nannte seinen Vortrag.

Na dann, lieber Prof. Sinn. Sie machen es nicht besser – im Gegenteil. Mit diesen Dingen tun sie sich keinen Gefallen. Sie schaden ihrer Reputation aber schlimmer noch, sie schaden dem notwendigen Klimaschutz.

Sonnige Grüße

Euer Klaus Müller

 

 

 

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14 Kommentare zu “Weshalb sie diesem Prof. in Sachen Energiewende nicht trauen können
  1. Avatar Joachim Reiner sagt:

    unter der Überschrift “Die Tricks der Professors” zeigen sie zwei Graphiken und konstruieren einen Widerspruch.
    Ich sehe den Widerspruch nicht.
    Sinn zeigt einen Anteil der Energie der durch Strom gedeckt wird von 20-25%, Ihre Graphik ebenfalls.
    Habe ich hier etwas nicht verstanden? Sonst halte ich das für reine Polemik.

    Den Kern Ihrer Aussage, Herr Sinn’s Ergebnisse lägen bezüglich des notwendigen Ausbau von Stromspeichern um bis zu zwei Größenordnungen von den Ergebnissen zahlreicher Fachstudien abweichen erklären Sie nicht, sondern verweisen nur auf eine Studie der Herren Zerrahn, Schill und Frau Kemfert. So überzeugen sie mich jedenfalls nicht.

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Hallo Herr Reimer,
      Diesen Widersruch zwischen den beiden Grafiken erklärt sich aus der Tatsache, dass “In der wird der Gesamtenergieverbrauch, also der gesamte Primärenergiebedarf dargestellt ist. Die Endenergie, die sich daraus ergibt, ist die Energie, die am Ende für die einzelnen Sektoren aufgewendet werden muss. Wärme, Strom und Mobilität können mit wesentlich weniger Energie gewährleistet werden. Allein bei der Hausdämmung oder der Mobilität lassen sich ca. 2/3 des Primärenergieeinsatzes durch effiziente Maßnahmen vermeiden. Auch beim Strom ist die Einsparung sehr hoch, wenn man auf Kraftwerke verzichtet die ca. 2/3 Verluste durch Abwärme haben und Strom mit Erneuerbaren herstellt.”
      Verständlicher wird das mit diesem Artikel.
      https://energiewende-rocken.org/mercy-014-der-kleine-trick-mit-der-primaerenergie/

      Sinns Abhandlung beschäftigt sich ja bereits in zwei Vorträgen mit der Unmöglichkeit eines Speicherausbaus. Seine Annahmen dazu sind aber nicht geeignet eine Sinnvolle Aussage dazu abzugeben. Für Sinn stand von Anfang an, das Ergebnis fest, dass er in seinem ersten Beitrag, “Die Energiewende ins Nichts” sich selbst vorgegeben hatte.
      Den Link zur wissenschaftlichen Widerlegung finden Sie im Artikel.
      Sonnige Grüße

  2. Avatar Oliver Steinhoff M.A. sagt:

    Meine sehr geehrten Wissenschaftler,

    “Jeder irrt, solang’ er lebt”.

    Ob Berechnungen von Prof. Sinn korrekt, oder nicht korrekt sind,
    spielt doch angesichts einer Welt, die von dem deutschen Weg nichts wissen will, eine sehr untergeordnete Rolle.
    Wenn Duzende Brüter weltweit in Planung sind, was hilft das Abschalten von 9 Werken in Deutschland?
    Wenn nicht genutzte Emissionsrechte an den Nachbarn gehen, hat der Nachbar eben Glück gehabt!
    Wer in einer Trump-Ära im 21. Jahrhundert anfängt, Erbsen zu zählen,
    der muss sich nicht wundern,
    wenn plötzlich rechts neben ihm die Schar sich sammelt.
    Natürlich kann ein Funke ein Feuer entfachen,
    doch eher “geht ein Kamel durch ein Nadelöhr”,
    als das Deutschland die Rettung der Welt initiiert.
    Die Menschheit zerstört den Planeten, weil Sie selbst, grössten Teils, ums Überleben kämpft!
    Das ist dann aber eine Systemfrage. Die Schere, z.B..
    Schönes Leben noch!

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Diesen ganzen Unfug kann man eigentlich nicht kommentieren…
      Alle Atomkraftwerke der Welt produzieren nicht mal 3% des Weltenergieprimärbedarfs. Es sind ca. 450. Davon ist die Hälfte bereits am geplanten Lebensalter angekommen und werden nur mit Laufzeitverlängerungen weiter betrieben. Es werden also mehr abgeschaltet werden als zugebaut. Alle Zahlen die veröffentlicht sind von Planungen sind meist hinfällig, weil das am Schluss am Preis scheitert. Atomenergie ist die teuerste Stromerzeugung. Alle Kosten eingerechnet, würde niemand so was bauen.
      “Wenn nicht genutzte Emissionsrechte an den Nachbarn gehen, hat der Nachbar eben Glück gehabt!” – Nur dann wenn sie sich die Zertifikate leisten können, denn Modernisierung ist bei hohen Preisen die simpelste Lösung.
      Gehaben sie sich wohl

  3. Avatar Michael Hansen sagt:

    Hallo Herr Müller,
    ich erlaube mir in der Wortwahl auch mal, genau so wie Sie, etwas herbe zu Antworten.
    Anstatt nun mit Sachlichkeit und Fakten den Vortrag „ Energiewende ins nichts“
    zu Kommentieren kommt bei Ihrem Geschwätz nichts als heiße Luft zum Vorschein!
    Wo wollen Sie denn nun die Millionen Windkraftanlagen und Energiespeicher aufstellen?
    Sie behaupten, wir würden nur die hälfte der Energie benötigen ???
    Können Sie das in irgendeiner Weise sachlich darstellen?
    Pustekuchen!
    Sorry, aber absolut lächerlicher Beitrag!
    Trotzdem
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Hansen

  4. Avatar Thorsten Schmidt sagt:

    Würden Sie auch behaupten, 1540 wäre kein trockener Sommer gewesen?
    Zu dieser Zeit gab es 11 Monate kein Regen, Menschen wurden vom schlechten Wasser krank, das Vieh verdurstete, man nimmt an, dass die Temperaturen deutlich über 40 Grad Celsius waren. Auch die Sommer Anfang des 18.Jahrhunderts waren ähnlich warm (1719) – mitten in der kleinen Eiszeit. “Die Mär Grönland wäre Eisfrei gewesen…” – vielleicht nicht völlig aber in dem Maße wie vielleicht in 3-4 Jahren. Ich stimme dem ebenfalls zu, dass diese Klimadiskussion dem politischen Willen konträr läuft unser Wirtschaftssystem zerstören zu wollen. Deshalb muss es auch weiterhin Klimaleugner geben. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich bin keinesfalls gegen echte klimafreundliche kostenneutrale vor allem funktionierende technische Entwicklungen. Die jetzige Energiewende ist eben alles andere als das und eher eine teure, gefährliche riesige ökonomische Umverteilungsaktion auf Kosten der Verbraucher und der Energiesicherheit.

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Ich habe lange überlegt ob ich Ihren Kommentar veröffentlichen werde. Und ich behaupte folgendes, nein, das behaupte natürlich nicht ich, sondern die Klimawissenschaft, der Klimaskeptiker ja nachsagen, sie hätten die Mittelalterliche Warmzeit sozusagen weg gelogen oder verschwiegen, damit ihre Berechnungen stimmen. Die mittelalterliche Warmzeit hat mit der globalen Mitteltemperatur wenig zu tun, denn so wie es ausschaut herrschten in südlichen Temperaturen der Erden kältere Temperaturen. Die aktuelle Diskussion in Klimaleugnerkreisen feiert den Prozess Mann vs. Ball ja immer noch als einen Gewinn für ihre Seite. Und dabei geht es um die Hockeystick-Kurve, deren Daten Prof. Mann ja angeblich nicht rausrücken wollte, weil sie gefälscht sei. Und dabei ging es dann genau um die Mittelalterliche Warmzeit. Die Daten waren aber auch zu der Zeit bekannt und lagen frei zugänglich für jedem im Internet offen. Und es ging auch gar nicht um den Hockeystick in dem Prozess. Der gefeierte Prozess war also eher ein Rohrkreppierer für die Skeptiker. Darüber hatte ich zwei Artikel geschrieben. Darin sind auch die Daten zum Hockeystick verlinkt. Ein richtiger Rohrkreppierer ist aber für die Skeptiker, dass die Klimawissenschaft den Hockestick auch mehrfach unabhängig überprüft hat und neue Forschungen hinzufügte. Damit gilt er als bestätigt und richtig. Anzumerken ist noch, dass alle alternativen deutschen Quellen über den Prozess falsch berichtete, sie schrieben alle voneinander ab. Und der von dem sie abschrieben, schreib aus einer Skeptikerquelle in den USA ab. Alles Bluff, so kommt die Szene natürlich nicht weiter.
      https://energiewende-rocken.org/klimaskeptiker-auf-zum-letzten-gefecht/
      https://energiewende-rocken.org/neue-und-alte-heroen-der-skeptikerbewegung-raeuberpistoleros-unterwegs/

      Sie schreiben weiterhin:” Verstehen Sie mich nicht falsch – ich bin keinesfalls gegen echte klimafreundliche kostenneutrale vor allem funktionierende technische Entwicklungen. Die jetzige Energiewende ist eben alles andere als das und eher eine teure, gefährliche riesige ökonomische Umverteilungsaktion auf Kosten der Verbraucher und der Energiesicherheit.”.
      Da gebe ich Ihnen nur teilweise recht. Die Energiewende selbst ist billig. Die die sie teuer aussehen lassen, sind die, die sie verhindern wollen. Ich habe dazu eine ganze Serie von Artikeln geschrieben, #EEG-Paradoxon.
      https://energiewende-rocken.org/category/eeg-paradoxon/
      Sonnige Grüße

  5. Avatar Udo Engelhardt sagt:

    Sehr geehrter Herr Müller,

    durch Ihre Wortwahl ” der schlaue Professor Sinn” oder der “Feine Professor Sinn” diskreditieren Sie sich und Ihre Argumente selbst. Schlechter Stil, wobei doch eine sachliche Aueinandersetzung mit dem Thema mehr als angebracht wäre.

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Sehr geehrter Herr Engelhardt,

      ich bin Handwerker, und ich versuche mir ein Bild zu machen. Das Bild kann ich oft sehr gut erfassen oder nachzeichnen, aber bei der Wortwahl wird es dann mitunter auch herbe. Über die beiden Vorträge des Herrn Sinn zu Energiewende ist schon viel geschrieben worden. Fachlich ist er daneben, das steht für mich fest und da halte ich mich an die Wissenschaft. Aber er macht ja weiter mit Studien, die nicht haltbar sind, so eben auch die über die E-Autos. Insofern lasse ich mir die Vorwürfe über meine Wortwahl gern gefallen. Wenn es aber um die Sache geht, bei der Sinn jetzt das dritte mal infolge daneben liegt, dann interessiere ich mich auch für den Antrieb, der wohl dahinter stecken muss. Und da wird es dann für mich besonders spannend.
      Sonnige Grüße

  6. Avatar Florian Blümm sagt:

    Bei der Sinn-Grafik mit dem Endenergieverbrauch wird im Stromsektor und Wärmesektor nach dem Anteil von CO2-armer Primärenergie aufgeschlüsselt. Das soll wohl zeigen, wie groß der Anteil von CO2-armen Energiequellen heute ist.

    Wieso ist das ein Trick oder gar falsch?

    • Klaus Müller Klaus Müller sagt:

      Hallo Florian Blümm.
      Gute Frage, denn ich bin da wahrscheinlich nicht genügend drauf eingegangen. Seine Grafik verwirrt das Publikum. Das hat das BMWI übrigens auch getan. Wenn man die Endenergie sauber herausarbeitet wird einem der Unterschied sehr schnell klar. Durch die Energiewende mit konsequenter Sektorkopplung wird einem klar, wir werden zukünftig nur noch die Hälfte der Energiemenge die wir jetzt verbrauchen benötigen. Dabei müssen wir auf nichts verzichten.
      Hier ein weiterer Artikel der dieses Thema behandelt.
      https://energiewende-rocken.org/mercy-014-der-kleine-trick-mit-der-primaerenergie/

      Sonnige Grüße

      • Avatar Dr. Konrad Voge sagt:

        Sehr geehrter Herr Müller,
        wenn Sie sich mit den Zahlen bez. CO2 Emission von Deutschland befassen, werden Sie sehen, daß es wirklich “Nichts” bewirkt wenn wir Deutschland deindustrialisieren, wie es gerade von verschiedenen Seiten betrieben wird. Personen als Leugner darzustellen, die nicht mit dem mainstream gehen, ist zur Zeit in Mode.
        Kein Mensch weiß zur zeit welchen Einfluß menschliches Tun auf das Klima hat. Es gab gewaltige Klimaänderungen im Laufe der Erdgeschichte. Ich wohne in Berlin und über mir war zur Weichseleiszeit eine 1500m dicke Eisdecke. Diese schmolz vor ca. 12000-14000 Jahren ohne menschliches Zutun. Es gab Zeiten da war Grönland eisfrei u.s.w.
        Übrigens ist Wasserdampf deutlich entscheidender für den Treibhauseffekt als CO2 (Wikipedia: Treibhauseffekt). Ohne diesen hätten wir durschnittlich -18°C.
        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Konrad Voge

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